Reiseapotheke für die Philippinen: Was im Koffer nicht fehlen darf

Dass die Philippinen ein spannendes Reiseland sind, müssen wir nicht ausdrücklich betonen – die meisten Leser wissen das längst. Für Urlauber, die zum ersten Mal nach Manila, Cebu, Palawan oder eine andere der philippinischen Inseln kommen, wollen wir das Thema Gesundheit und Reiseapotheke aber hiermit hervorheben.

Gut sortierte Reiseapotheke ist Pflicht

Eine Reiseapotheke sollte jeder Reisende bei sich haben. Die Grundausstattung rüstet für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle. Unbedingt dazu gehören Wunddesinfektionsmittel und Verbandsmaterial. Sterile Einmalhandschuhe, Schere und Pinzette sind eine gute Ergänzung. Auch ein Fieberthermometer sowie Arzneimittel gegen Fieber und Schmerzen dürfen nicht fehlen. Ebenso wichtig in jeder Reiseapotheke sind Medikamente gegen Reisekrankheit und Durchfall. Viele Mägen reagieren sensibel auf ungewohntes Essen, zudem ist das Risiko für Darminfektionen in den Philippinen erhöht.

Nicht zu vergessen sind Schutz vor Sonne und Insekten. Aufgrund des Wetters und der erhöhten UV-Strahlung besteht ein Risiko für Sonnenbrand und andere UV-Schäden. Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 bis 50 sind angeraten. Gegen Mücken muss ein hochwirksames Insektenschutzmittel mit ins Gepäck, denn die Philippinen sind ein Malarialand. Das Infektionsrisiko ist regional aber sehr unterschiedlich. Trotzdem sind Mückenstiche lästig und lassen sich mit einem guten Insektenschutzmittel so gut wie vermeiden. Gegen unangenehmes Jucken und Brennen bei Insektenstichen oder aufgrund anderer Hautreizungen sollte eine beruhigende Salbe deshalb in der Reiseapotheke nicht fehlen.

Handlich gepackte Reiseapotheken sind in jeder lokalen Apotheke oder online in der shop-apotheke erhältlich. Sie bieten eine gute Grundausstattung und können gegebenenfalls um weitere Medikamente ergänzt werden. Urlauber, die in Eigenregie durchs Land reisen wollen, und die eine oder andere entfernte Ecke erforschen möchten, sollten zwecks Impfungen und Medikamenten mit einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt sprechen.

Und nicht vergessen: Medikamente, die ständig eingenommen werden (Blutdrucksenker, Pille & Co.) gehören ebenfalls ins Gepäck.

Reiseapotheke packen: Besonderheiten bei Reisen auf die Philippinen

Die Philippinen sind ein Malarialand, allerdings ist das Infektionsrisiko regional sehr unterschiedlich. Manila und andere große Städte sind malariafrei. Ein mittleres bis hohes Risiko besteht auf der Insel Palawan (verstärkt in den Regenperioden). Im Rest des Landes ist das Risiko an Malaria zu erkranken ganzjährig minimal. Das bedeutet: Bei Reisen auf die Insel Palawan muss an ein Anti-Malaria-Mittel gedacht werden. Dabei gibt es zwei Optionen, die medikamentöse Prophylaxe oder ein Notfallmedikament (sogenannte Stand-By-Therapie). Welche der beiden Optionen besser ist, hängt von den Reiseplänen ab. Anti-Malaria-Medikamente sind grundsätzlich verschreibungspflichtig. Ein guter Schutz vor einer Ansteckung kann durch Expositionsprophylaxe erreicht werden (z.B. hochwirksames Insektenschutzmittel, Schlafen unter imprägniertem Moskitonetz, Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen).

Außerdem besteht landesweit ein erhöhtes Risiko für Durchfallerkrankungen. Daher lohnt es sich, die Reiseapotheke in diesem Bereich aufzustocken. Hilfreich sind neben dem Durchfallmedikament auch Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen, gegen Magenschmerzen und Sodbrennen sowie gegen Verstopfung. Zusätzlich ist ein Elektrolyte-Pulver (sogenannte ORS-Lösung) sinnvoll.