Walhai Tourismus in massiver Erklärungsnot

2. April 2012 – Wer am 1. April sein Facebook-Account anschaute, wurde möglicherweise Zeuge eines weit verbreiteten Fotos, auf dem eine Frau versucht, auf einem Walhai (lokal auch als Butanding bekannt) zu surfen.

Die in Cebu ansässige Sean Lee veröffentlichte dieses Foto auf ihrer Facebookseite und beschrieb, dass es an einem Strand in Oslob gemacht wurde. Oslob ist eine Stadt in Cebu, die wegen seiner Butanding Sichtungen an Aufmerksamkeit unter den Touristen gewann.

Ein weiteres Foto, bei dem gleich eine größere Menschenmenge sich auf einem Walhai versammelt folgte und erschien auch in Facebook.

Diese Fotos verbreiteten sich in Windeseile, nachdem sie online veröffentlicht wurden und provozierten große Bedenken und Alarm.

Kommentare gegen Tagesende, einschließlich des ebenfalls aus Cebu stammenden Facebook-Nutzers ‚Nix Cue Nicolas‘ von ‚Save Philippine Seas‘, zeigten später, dass diese Bilder tatsächlich aus der Stadt Boljoon stammten, die etwas nördlich von Oslob liegt. Der dabei gezeigte Walhai war dem Vernehmen nach, nur in der Nähe der Küste der Stadt gestrandet.

Unabhängig von der falschen Benennung des Ortes, haben diese Fotos sehr viel negatives Feedback von verschiedenen Facebook-Nutzern provoziert. Die Leute sagten, dass es in der Tat einen massiven Verstoß gegen eine wichtige Regel im Tourismus gab: niemals diese riesigen Tiere berühren oder neben sie zu gehen.

Auswandern - Den Kulturschock überwinden

Das Foto hat eine Diskussion eröffnet, dass Butandings richtig behandelt werden sollten, vor allem in Regionen, in denen Touristen nahe an die Kreaturen kommen und mit ihnen schwimmen. Leider eine Verletzung wie sie auf den Fotos in der Tat existiert.

Doch in Oslob wurde bekannt, dass Bewohner von Touristen berichten, die sich nicht an diese Regeln hielten. Die verletzten Regeln sind:

  • kein Blitz beim Fotografieren von Walhaien
  • keine Berührung der Walhaie
  • kein Reiten auf den Tieren

Selbst Donsol in Sorsogon, der wohl berühmteste aller Butanding Beobachterorte, ist von diesem Problem nicht verschont. Ein Bericht zeigte, dass einige Touristen wirklich die Walhaie berühren und manche zu nahe an die Tiere schwimmen, um Fotos zu ergattern.

All dies passiert, obwohl die Touristen bevor sie ins Wasser gehen, über die Verhaltensregeln mit den Walhaien aufgeklärt werden. Diese Richtlinien umfassen folgendes:

  • die Walhaie nicht berühren oder gar auf ihnen reiten
  • in keiner Weise die Bewegung der Walhaie stören oder ihren natürlichen Weg behindern
  • einen Abstand von 3 m zum Kopf oder Körper des Walhais und 4 m zu seiner Schwanzflosse einhalten
  • keine Blitzlichtaufnahmen
  • maximal 6 Schwimmer pro Walhai sind erlaubt und nur ein Boot pro Walhai

„Eine Menge Leute wissen dies entweder nicht oder sie ignorieren die Regeln bewusst. Und das ist ein Problem.“ betonte Lory Tan, Vizepräsident des ‚World Wide Fund for Nature‘ (WWF) in den Philippinen.

Tan sagte weiter, dass diese Verstöße der Touristen, tatsächlich als Verbrechen angesehen werden können. „Es ist absolut falsch. Sie sollten ins Gefängnis eingesperrt werden, wenn sie die Regeln verletzen. Unwissenheit ist keine Entschuldigung.“


Quelle: http://www.rappler.com/nation/3272-viral-photos-show-problem-in-whale-shark-tourism