Angebliche Vergewaltigung: Polizei erpresst Japaner um 1 Mio

24. April 2012 – Manilas Bürgermeister Alfredo S. Lim ordnete gestern eine Untersuchung der Vorwürfe eines Japaners an, ihm sei zu Unrecht eine Vergewaltigungsklage angehängt worden, als er es nicht schaffte 1 Million Pesos zu berappen, die von ihm durch die Polizei und die Schwester der Klägerin gefordert wurden.

Lim ordnete den Polizei-Chef Manilas Supt. Alex Gutierrez, den Büroleiter des Polizeiamts im Rathaus Major Mar Reyes, den Leiter der Polizeistation 5 Col. Rolando Tumalad und den Leiter des ‚Beschwerde- und Action-Teams des Bürgermeisters‘ den pensioninerten Col. Franklin Gacutan auf, gemeinsam die Beschwerde des Japaners Yukiya Haga (40) zu untersuchen, einem Tourist mit Aufenthalt im Bayview Park Hotel in Manila, der Opfer einer fingierte Klägerin wurde, die angeblich einen falschen Namen und eine fremde Identität annahm.

Haga, begleitet von seinem Anwalt Atty. Josue Zunaba und dem Vizekonsul der japanischen Botschaft Yoshikazu Narisawa, der auch als sein Dolmetscher diente, sagte, dass er in Manila am 17. März 2012 ankam um seine Facebook-Freundin zu treffen, die sich ihm als ‚Brenda‘ vorstellte.

DKB-Partnerprogramm

Am 19. März, sagte Haga, hätten er und Brenda im Pan Pacific Hotel in Ermita gegessen und dann habe Brenda angeblich gefragt, wo die Schokolade sei, die er ihr versprochen hätte. Haga erzählte Brenda, dass die Schokolade im Hotel sei und so gingen sie gemeinsam auf Hagas Zimmer, wo er ihr die Schokolade überreichte. Brenda sagte dann angeblich, dass sie einen Kaffee wolle.

Die beiden gingen zum Cafe im Erdgeschoss des besagten Hotels und ganz plötzlich, sagte Haga, sorgte eine Dame für Aufregung, die später sagte, sie sei Brendas Schwester namens Luisa, bis Polizisten eintrafen und Haga aufforderten in einen Streifenwagen einzusteigen. Von den genannten Polizisten konnte Haga zwei identifizieren – Ronald Flores und Vincent Paul Medina – von denen Haga hörte, dass sie gerade aus dem Polizeidienst entlassen wurden, da sie von einigen koreanischen Touristen Geld erpressten.

Haga sagte, dass er zur Polizeistation 5 in Ermita gebracht wurde und ihm dort gesagt wurde, dass die Klägerin eine gewisse Raquel Eustaquio sei, eine 17-jährige Studentin des St. Pauls College. Haga sagte, dass der Chef des Polizeibezirks, dessen Identität noch ermittelt wird, sich ihm mit angeblich acht weiteren Polizisten näherte und ihn aufforderte, Geld zu beschaffen. Luisa forderte angeblich eigens für sich 1 Million Pesos.

Auswandern - Den Kulturschock überwinden

In seiner eidesstattlichen Versicherung, sagte Haga, eine gewisse Polizistin der Abteilung ‚Frauen- und Kinderschutz‘, namens Sol Peruda, führte die Befragung weiter, bis wann er das Geld beschaffen könne und setzte ihn angeblich unter Druck, da sie nicht mehr warten könne und die Anklage gegen ihn einreichen müsse, da er ja nicht mit dem Geld rüber käme.

Haga sagte, dass während seiner Verhaftung und Befragung, er keine Möglichkeit erhielt, sich durch einen Rechtsanwalt vertreten zu lassen, ihm seine Rechte nicht verlesen wurden oder ihm verständlich erklärt wurde, wegen was er angeklagt wurde. Hagas Anwalt, informierte in der Zwischenzeit den Bürgermeister über den Namen und die Identität des angeblichen Vergewaltigungsopfers, die sie zurück verfolgen konnten und feststellten, dass sie einer anderen Person gehörten.

Er zeigte eine eidesstattliche Versicherung der realen Raquel Eustaquio, einer 17-jährigen Studentin, die jedoch nicht in das St. Pauls College eingeschrieben sei, sie auch Haga nicht kenne, das Haus an dem Tag nicht verlassen habe und auch nicht vergewaltigt oder beim NBI ärztlich untersucht wurde oder generell etwas mit dem vorliegenden Fall überhaupt zu tun habe. Die Eltern des Mädchens bestritten auch, dass das angebliche Vergewaltigungsopfer ihre eigene Tochter Raquel Eustaquio war oder dass sie eine Tochter namens Luisa hätten, die angeblich ihre Schwester sei.


Quelle: http://www.journal.com.ph/index.php/news/metro/28529-lim-probe-japanese-framed-up-rape-claim