Balikbayan auf die Philippinen

Aktuelles Interview zu Balikbayan mit Lutz Seebach von Happy Box.

Hallo Lutz, wir sprechen ja immer mal in Abständen über das für viele Leser wichtige Thema „Balikbayan“. Seit einiger Zeit bietet ihr da eine kleinere Box an, Downsizing auch bei Balikbayan?

Ja, irgendwie gibt es den Trend ja überall. Es hat uns trotz allem überrascht, wie sehr die Happy Box Kunden auf die neue Kartongröße M angesprochen hat. Inzwischen machen fast ¾ der Bestellungen diese „halbe“ Box aus.

Auch die Konkurrenz hat die Vorteile entdeckt und bietet neuerdings auch kleinere Kartons an. Allerdings mit dem Unterschied, dass deren Kunden die Kartons selbst zur Post bringen müssen.

Bei Happy Box läuft das wesentlich kundenfreundlicher : nach dem Packen nennt der Kunde seinen Wunschabholtag (nur Werktags) und die mögliche Abholzeit (z.B. 9 bis 13, oder 13 bis 17 Uhr).

Danach schicken wir dem Kunden entsprechende Versandaufkleber per PDF Anhang zu. Kunden ohne Drucker bekommen diese mit der Post. Die Abholung erfolgt durch UPS, die durch die hohe Anzahl an Fahrzeugen  wesentlich flexibler sind. Im Gegensatz zu den Speditionen, die den normalen Karton L transportieren.  Da muss man den ganzen Tag Zeit mitbringen. Und manchmal kommen sie nicht, wenn der LKW voll ist, oder die Lenkzeiten überschritten wurden.

Balikbayan

Wie sieht es aktuell mit der Nachfrage aus?

Für unseren aktuellen November Container, aber auch für die nächsten haben wir noch etwas Platz frei. Deswegen haben wir uns entschlossen, Sonderpreise für Großkunden an zu bieten. Ab einem Kubikmeter (entspricht etwa 6,5 Happy Box Karton L) kostet es bis nach Cebu nur 500 €  (=15% billiger), ab 5 Kubikmeter insgesamt nur 2.000 € (= 30% Rabatt).

Dieses Angebot betrifft nicht nur Kartons, sondern auch Möbel, Fenster und sonstiges. Also im Prinzip Umzugsgut. Diese richtet sich speziell an Kunden, die keinen ganzen Container mieten wollen und nur einen Teilumzug brauchen. Oder andere sperrige Waren auf die Philippinen senden wollen.

Was gibt es Neues zur Bürokratie, ist der Trend positiv oder eher nicht so.

Der philippinische Zoll hat die Einfuhrbestimmungen erheblich verschärft. Es sind jetzt wesentlich mehr Papiere nötig als bisher. Ua. Muss man mindestens 2 Ausweise vorlegen, Reisepass, Führerschein, SSSAusweis, Voter ´s iD. Dann 2 neue Passbilder und 3 Unterschriften, TIN Card BIR (vom Finanzamt), NBI clearance und ein Formular, wo die schulische Ausbildung chronologisch aufgeführt werden muss. Diese letzte Anforderung ist mal wieder typisch philippinische Bürokratie.

Früher konnte man den Papierkram innerhalb einer Stunde erledigen, jetzt sollte man mindestens eine Woche Zeit mitbringen, um alles rechtzeitig bereit zu haben. Der phil. Zoll fackelt nicht lange. Wenn der Container zu lange ohne erforderliche Papiere im Hafen rumsteht, wird er einfach beschlagnahmt. Aber keine Angst, das haben wir bisher immer erfolgreich verhindert.

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