Weltkulturerbe in Nord-Luzon: Paoay

Die Erdbebenkirche in Paoay ist zusammen mit der Erdbebenkirche in St. Maria eine von insgesamt drei Weltkulturerbestätten in Nord-Luzon.

Erdbebenkirche Paoay in Nord-Luzon - Foto Gerhard Wührer

Erdbebenkirche Paoay in Nord-Luzon – Foto Gerhard Wührer

Die weiteren Weltkulturerbe-Titel der UNESCO halten in Nord-Luzon auch die Reisterrassen der Kordillera und die Kolonialstadt Vigan.

Die Kirche St. Augustine wurde von den Spaniern erbaut. Die Arbeiten dauerten von 1693 bis 1710 unter der Regie von Augustinervater Antonio Estavillo.

Die Aussenmauern bestehen aus insgesamt 14 massiven Stützen, welche sich rund um das Gebäude verteilen. Zwei grosse Treppen führen auf das Dach der 110 Meter langen und 40 Meter breiten Kirche in Paoay.

Für die Kirche und den dazugehörigen Glockenturm wurden Korallen- und Ziegelsteine als Baumaterial verwendet. Der Glockenturm steht in einigem Abstand zum Kirchengebäude. Diese Besonderheit findet man nur auf den Philippinen,denn diese Konstruktionsart ist eine Folge der zahlreichen Erdbeben in dem auf dem pazifischen Feuerring liegenden Land. Im Falle eines schweren Erdbebens soll der Turm bei einem Einsturz nicht noch zusätzlichen Schaden anrichten.

Der Stil der Fassade der Kirche kombiniert gotische und barocke Elemente mit einer aus Java geprägten Architektur und orientalischem Design. Die Barockkirche gilt insgesamt als besonders wertvoll und erhaltenswert und ist eine der Hauptattraktionen in Ilocos Norte auf Nord-Luzon. Allerdings ist sie eher selten Teil einer Rundreise in Nord-Luzon, da sie deutlich nördlich von Vigan, Sagada und den Reisterrassen liegt.