Baguio

Panorama von Baguio

Panorama von Baguio

Von Horror bis Paradies – Baguio kann eigentlich alles sein. Wer einen der unglaublichen monsunartigen Schauer in der Regenzeit dort erlebt hat und stundenlang im Verkehr gefangen war, der wird wohl nicht wiederkommen. Aber wer einmal an einem sonnigen Morgen die frische und mit Pinienduft durchsetzte Luft geschnuppert hat, der wird auf jeden Fall wiederkommen! So ist es bei uns, wir fahren mit unseren Gästen gerne nach Baguio, beachten dabei sehr genau, ob es „passt“.

Baguio ist das Zentrum der Kordillera, dem „Dach“ der Philippinen im Norden der Hauptinsel Luzon. Die Stadt liegt 1500 Meter über dem Meer. Selbst in der heissen Jahreszeit in Monaten von April bis Juli sind die Temperaturen sehr erträglich und nachts sogar angenehm frisch. Zwischen 1910 und 1975 war Baguio in den Sommermonaten sogar die Hauptstadt der Philippinen, in den Wintermonaten war es Manila. Noch haben zahlreiche hochrangige Politiker des Landes sowie prominente Geschäftsleute luxuriöse Wohnsitze in der Stadt.

Gemüsestand auf dem Markt von Baguio

Gemüsestand auf dem Markt von Baguio


Für die Menschen der Kordillera ist Baguio vor allem ein riesiger Marktplatz. Alle Produkte der Region kommen dort in die Regale und auf die Stände. Für den Gast ist deshalb der Markt ein absolutes Muss: Früchte, Gemüse, Fleisch und noch viel mehr! Zum Beispiel: Kaffee! Aus der Kordillera, frisch geröstet, ein absoluter Traum.

Fragt man einen Pinoy, so ist der Besuch des Mines View Parcs ein absolutes Muss. Den höchsten Aussichtspunkt der Stadt nehmen wir aber nur mit etwas Ironie in Angriff. Der Ausblick ist zwar beeindruckend, aber die philippinische Variante von Tourismus mit Pink gefärbten Bernhardiner-Hunden mit Sonnenbrille und anderen Geschmacklosigkeiten ist schon gewöhnungsbedürftig. Ansehen sollte man es sich trotzdem, es ist ein Blick in die philippinische Seele und Befindlichkeit. Und voll ist es dort, vor allem am Wochenende!

Mines View Parc

Mines View Parc


Fast allein ist man dagegen im früheren US-Camp John Hay in vielen Ecken, vor allem, wenn es um Geschichte geht. Das Bell-Haus, benannt nach einem der führenden Generäle in der damaligen US-amerikanischen Kolonie, mit seinem gepflegten Garten und einem wirklich gut gemachten Geschichtspfad kommt bei unseren Gästen immer gut an!

Natürlich ist der Burnham-Park ein absolutes Muss in Baguio, gestaltet vor gut einem Jahrhundert vom gleichnamigen amerikanischen Architekten und gedacht als Zentrum einer komplett am Reisbrett geplanten Stadt. Es blieb dann doch beim Park, heute ein Freizeitziel mit See und Paddelbooten.

Burnham Park in Baguio

Burnham Park in Baguio


Wir fühlen uns dort am frühen Morgen wohl und hier starten auch unsere Insidertipps für den wichtigen Happen zwischendurch: Frühstück mit philippinischer Note direkt am Fußballplatz, vielleicht kicken gerade die Koreaner dort, die können das wirklich! Und für ein gutes Mittag- oder Abendessen mit schönem Blick über die Stadt empfehlen wir das „Forest House“ in der Nähe des Camp John Hay: Gutes Essen, toller Blick und frische Luft – so macht unser Baguio Spass!

Autor des Reiseberichtes:
PhilStep – Urlaub, Strand, Hotels, Touren in Nordluzon

ANREISE: Tagestour von San Juan La Union
ZIELGRUPPE: Für die ganze Familie
KOSTEN: Rund 2.000 Pesos für eine Familie und einen Tag, etwas mehr bei geführten Touren, die wir aber durchaus empfehlen.
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