Solarstrom in die Batterie – Revolution auch im philippinischen Strommarkt?

Im ersten und zweiten Teil unserer Serie über Solarstrom auf den Philippinen haben wir uns mit der Realität beschäftigt. Aber es gibt eine Zukunft und die könnnte schneller kommen, als so mancher Stromdino denkt. Unser dritter Teil beschäftigt sich mit Solarstrom und der Batterie.

Solarstrom soll auch auf den Philippinen in die Batterie

Die Nachricht kam von Tesla, dem Anbieter hochwertiger Elektroautos. Und immer wenn Visionär Eon Musk etwas zu verkünden hat, dann hört die Welt zu. Er wolle in wenigen Jahren eine finanzierbare Batterie anbieten, in welcher private Haushalte Energie speichern können. Somit könnte der am Tag produzierte Solarstrom auch in der Nacht genutzt werden.

Die Produktion von Solarstrom funktioniert auf den Philippinen bisher sehr gut in sogenannten netzgekoppelten Anlagen und in Gebieten mit stabiler Sromversorgung. Luzon und vor allem die Region um Manila mit ihrem Stromgiganten Meralco sind hier Vorreiter.

Bei Solarexperte Mike Wöhlert von Meister Solar melden sich aber immer wieder Interessenten aus Gegenden mit Stromausfällen und wo die Stromunternehmen den Einbau einer Solaranlage mit der Abkoppelung vom Netz beantworten, zu Beispiel auf vielen Inseln. Weil Solaranlagen zum Betrieb aber immer die Spannung aus dem Netz benötigen, kommen die netzgekoppelten Solaranlagen nicht zum Zuge. Hier wird der Ruf nach der eigenen Batterie laut.

Aber: Bisher sind diese Batterien sehr teuer in der Anschaffung, die Investionen verdoppeln sich. Ausserdem sind die Anlagen wartungsintensiv und anfällig. Batterien aus China zum Beispiel sind in ein paar Jahren kaputt. Authargie vom Stromnetz funktioniert in der Praxis also nicht, deshalb sieht man auch so gut wie keine Solaranlagen auf den Philippinen in abgelegenen Gegenden mit instabiler Stromversorgung oder auf den Inseln.

Noch ist die Batterie für Solarstrom keine wirkliche Lösung

Zwar gibt es schon die sogenannten Island Inverter, die mit Batterien arbeiten können. Das Problem bleibt die Batterie selbst. Doch die Tesla-Batterie oder irgendeine andere Lösung wird kommen, da ist sich Solarexperte Mike Wöhlert sicher: „Und wenn sie kommt, dann ist die Revolution da, dann haben die Stromkonzerne ein Problem.“

Wenn Sie sich nicht bewegen. Denn in Deutschland bereiten sich Unternehmen wie Lichtblick auf die Revolution im Strommarkt vor. Die nicht ganz unrealistische Vision ist, dass Photovoltaikanlagen Strom für das eigene Haus produzieren und für die Nachtstunden speichern. Richtig spannend wird es aber, wenn der zusätzliche Strom in regionalen Netzwerken angeboten würde.

Auch Mike Wöhlert bereitet sich auf den Philippinen auf diese nahe Zukunft vor, in welcher die Solarenergie natürlich eine grosse Rolle spielen soll. Sein Sohn wird in einigen Jahren einsteigen, um dann bestehenden Kunden gezielt die Umrüstung auf eine eigene Speicherbatterie bei kompletter Abkoppelung vom Stromnetz anbieten zu können.

Strom aus Solarenergie – schon heute Realität auf den Philippinen. Und in Zukunft einer der Faktoren bei der Revolution im Strommarkt.

Foto: Catching the sun, Meister Solar