Visayas: Reisebericht von den Inseln

Die Architektin Anja Kieweg war schon immer reiselustig und kennt die Welt. Und trotzdem reiste sie in diesem Jahr mit Ihrer Familie zum ersten Mal auf die Philippinen.

Ihre Tour durch das Archipel führte sie auch in die Visayas. Hier ihr Bericht:

Urlaub in den Visayas Philippinen

Von Manila flogen wir nach Tagbilaran auf Bohol. Dort nächtigten wir im ruhig gelegenen Bohol Sea Resort, Panglao – mit einer richtig guten Hotelmannschaft und Tauchsschule – sehr zu empfehlen. Tauchen und Schnorcheln waren erstklassig: am Hausriff und bei Bootsausflügen, z.B. Balicasag. Die Verpflegung und Stimmung an Bord waren richtig gut. Der Alona Beach war zwar voll, aber nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte. Trotzdem waren wir froh, etwa zwei Kilometer davon entfernt zu wohnen: Peaceful Place.

Auf Siquijor bekamen wir auf Anhieb trotz der Osterwoche noch Quartier in San Juan und zwar gutes! Im Royal Cliff Resort waren noch zwei Fan-Bungalows frei und das war ausreichend für die ganze Familie, die Nächte waren nicht zu heiß. Das Resort liegt ganz nah beim bekannten Coco Grove Beach Resort und bietet neben vorzüglicher Küche einen wundervollen Pflanzengarten. Die 8 Bungalows liegen richtig versteckt inmitten dieses „Dschungels“ und vorne auf den Klippen gibt es kleine Plattformen mit Esstischchen, Hängematten oder Daybeds.

Tauchen in den Visayas

Tauchen wird in der japanischen Tauchschule im Dorf angeboten (ein Kilometer entfernt), auch hier ist das Niveau sehr gut. Mit dem Schnellboot des Coco Grove durften wir als Nicht-Hausgäste mit zur Trauminsel Apo-Island fahren, allerdings war hier Überredungskunst gefragt. Dort (Schildkröten-Sanctuary) war extrem viel los, viele Koreaner die mit Schwimmwesten schnorchelten, viele Tauchboote. Aber auch eine quasi private Bucht des Coco Grove, wo uns ein super Lunch serviert wurde. Dafür gab es auf den ganzen zwei Stunden Fahrt hin und zurück und nach den Tauchgängen leider nichts zu trinken obwohl auch Kinder an Bord waren.

Dann tuckerten wir mit der Langsam-Fähre nach Dumaguete ins Eldorado Beach Resort. Tauchen war nicht mehr drin, weil die Männer „ausgasen“ mussten, wir hatten am übernächsten Tag schon unseren Rückflug nach Manila.

Wir mieteten uns Mopeds und fuhren zum Balanan-See: abenteuerliche, unbefestigte Straßen und schöne, ländlich-bergige Umgebung. Der Malatapay-Markt lag auf dem Weg, wir schlenderten durch den Markt und stellten fest, dass er wirklich eine Attraktion ist. Vom Kampf-Gockel bis zur DVD ist dort alles zu haben….

Visayas und Tauchen

In Manila leisteten wir uns einen Fahrer von Budget. Das war richtig so, denn unser nächstes Ziel, das Taal Lake Conservation Center, liegt ziemlich versteckt am Ostufer des Taal Lake. Hier gibt`s Infos über und Touren zum Taal – Vulkan und dessen Kratersee. Wir setzten über und wanderten hinauf und hinein – trotz viel Aschestaub und Schwefelgestank. Von der Hitze ganz zu schweigen.

Übernachtet haben wir im Center in einem Baumhaus: Romantik pur!!! Irre Erlebnis!!! Traumhafter View über den See und zum Vulkan. Delicious homemade Food. Keine Mosquitos. Allerdings Campstyle, also Comfort Rooms hinter Stellwänden im Schuppen nebenan….

Am allerletzten Tag unserer Tour fuhren wir dann noch weiter nach Osten nach Laguna, Santa Cruz. Dort lebt ein alter Freund unserer Schwiegeroma. Die Wiedersehensfreude war natürlich groß und die gesamte Sippe war zusammengekommen. Ein quirliges und freundliches Durcheinander von Alt und Jung, Deutsch, Englisch und Tagalog. Unsere Mitbringsel kamen gut an, auch wenn die Haribos klebrig und die Ritter Sport schon etwas zusammengeschmolzen war…..

Insgesamt war das für uns eine wirklich wunderbare und eindrucksvolle Reise durch ein sagenhaftes Land.

Wir sind uns sicher, dass wir es nochmal bereisen werden!

Fotos: Anja Kieweg