Architektur auf den Philippinen

4. April 2016 – Eine Szene für Architektur auf den Philippinen, gibt es die?

Das Spin Hostel in El Nido ist interessantes Beispiel für neue philippinische Architektur

Die Baunetzwoche – das „Querformat für Architektur“ – beschäftigt sich in der neuen Ausgabe mit dieser Frage.

Die Sehnsucht nach Eurokitsch sowie die fast schon maßlose Verehrung für alles Westliche verstellen auf den Philippinen den Blick auf die Fähigkeiten der einheimischen Zunft. So fehlt auch eine starke einheimische Architekturszene, obwohl die meisten ausländischen Entwürfe die Bedingungen vor Ort einfach ignorieren.

Doch entwickelt sich auf den Philippinen gerade eine neue Generation junger Architekten, die sich von den Missständen nicht mehr beeindrucken lässt und zeigt, dass es auch anders geht. Bisher haben die Philippinen trotz der vielfältigen Beziehungen zum Westen anders als China, Südkorea oder Vietnam bis heute keine starke einheimische Architekturszene.

Oder vieleicht genau aus diesem Grund? Während für repräsentative Schüsselbauten meist internationale Stars gebucht werden, erledigen einheimische Großbüros mit geringem Anspruch den Rest. Junge Architekten mit viel Hingabe? Es gibt sie durchaus, doch sie treffen auf vielfältige Widerstände, die nur mit Erfindungsreichtum überwunden werden können. Gerade darin zeigt sich jedoch, was Architektur für eine Gesellschaft leisten kann – und warum man offenbar auf die erste Teilnahme der Philippinen bei der Architekturbiennale in Venedig gespannt sein darf.

Foto: Spin Hostel