Xyza Cruz Bacani: Vom Hausmädchen zur Fotografin

26. Februar 2016 – Das philippinische Hausmädchen Xyza Cruz Bacani ist in Hong Kong zur erfolgreichen Fotografin geworden.

Xyza Cruz Bacani arbeitet als Fotografin in Hong Kong

Es klingt wie eine Geschichte von Aschenputtel und das ist sie auch. Ein philippinisches Hausmädchen in Hong Kong wird zur gefeierten Fotografin.

Seit gut acht Jahren arbeitet Xyza Cruz Bacani (28) in Hong Kong und sie fühlt sich immer noch so, also ob sie nicht in die chinesische Sonderverwaltungszone gehört.

Aber das ändert sich, wenn sie die Kamera in die Hand nimmt. Sechs Tage in der Woche hilft sie im Haushalt einer chinesischen Familie. An ihrem freien Tag wird sie zur Künstlerin.

Dabei ist die Kamera auch eine Art Schutz vor Stigmatisierung, denn sie wechselt die Rollen. Gleichzeitig geht sie auf die Strasse und sucht nach Motiven aus dem Leben der Arbeitsmigranten in Hong Kong.

Dabei scheut sich sich auch nicht, hinter die Kulissen zu schauen. Die Bilder aus dem harten Alltag sind zumeist in Schwarz-Weiss und beeindrucken durch ihre Nähe.

Sie selbst verliess auf den Philippinen die Schule im Alter von 19 Jahren, um als Hausmädchen zu arbeiten und die Schule für die jüngeren Geschwister weiter zu finanzieren.

In Hong Kong begann sie sich bald für das Fotografieren zu interessieren. Das Geld für ihre erste Kamera lieh sie sich von ihrem Arbeitgeber.

In den letzten beiden Jahren gab es die ersten Auszeichnngen und Preise für Xyza Cruz Bacani, sie war im Lens Blog der New York Times, erhielt ein Sponsorship von Fuji Film und ihre Arbeiten wurden im philippinischen Generalkonsulat in Hong Kong ausgestellt.

Foto: Xyza Cruz Bacani