Die Vorbereitungen für das Chinesische Neujahrsfest laufen

4. Februar 2016 – Die Vorbereitungen für das chinesische Neujahrsfest – dem Chinese New Year – laufen auf vollen Touren. Die Feierlichkeiten gehen mit viel Lärm und einer langen Liste an Traditionen und alter Praktiken einher.

Chinesisches Neujahrsfest im Zeichen des Affen

Das erwartete Zentrum der Feierlichkeiten ist die stets hektische Chinatown in Ongpin (Manila), wo verschiedene Aktivitäten zum Start des „Jahr des Affen“ erwartet werden.

Unter anderem können die Zuschauer bunte Drachen- und Löwentänze bestaunen, genauso wie ein Feuerwerk. Diese Aktivitäten sind eigentlich Rituale der Chinesen, um das Unglück zu verhindern, böse Geister zu vertreiben und das Glück einzuladen, insbesondere für Geschäftsleute.

Gerie Chua, der Inhaber der beliebten ‚Eng Bee Tin‘ Bäckerei im Herzen von Chinatown, nennt ein paar Vorbedingungen, zum Einladen des Glücks: Überzeugungen, Praktiken und Rituale, die um den Neujahrstag herum durchgeführt werden und auch von Nicht-Chinesen beobachtet werden können.

Jedoch wichtiger als alle Praktiken sei, betont Chua, Gutes zu tun, wann immer sich eine Gelegenheit hierfür bietet. Nicht nur am chinesischen Neujahrstag, sondern das ganze Jahr über. Getreu diesem Motto, finanziert er mit den Einnahmen seiner Restaurants „Café Mezzanine“ und „Chuan Kee“, in denen er traditionelle Suppen und Heilkräutergetränke als Spezialitäten anbietet, z.B. die Freiwillige Feuerwehr, der er selbst angehört.

Zu den auffälligsten Aktivitäten des Festes zählen natürlich die Löwen- und Drachentänze, die nicht nur dazu gedacht sind, das Glück einzuladen, sondern gleichzeitig als Unterhaltung für Jung und Alt dienen.

Neben den Löwen- und Drachentänzen, läuten die Chinesen mit der altehrwürdigen Tradition das neue Jahr ein, indem sie die chinesischen Tempel zur Verehrung ihrer Götter besuchen, denen sie für die Segnungen des vergangenen Jahres danken und um Glück für das nächste Jahr bitten.

In Vorbereitung auf den Neujahrstag lassen sich die Tsinoys (chinesische Filipinos) auch immer einen Haarschnitt verpassen, um sich von dem Unglück des vergangenen Jahres zu trennen. Dazu gehöre auch die Tilgung alter Schulden, um das neue Jahr mit einer sauberen Weste zu beginnen.

Das Ausfegen von Häusern sollte vermieden werden, um das Glück nicht hinaus zu kehren. Eine Reinigung, wenn sie denn wirklich benötigt wird, sollte vor Neujahr erfolgen.

Esstische, werden mit Lebensmitteln überhäuft, was den Wohlstand symbolisiert. Zur Ausschmückung dienen die Farben gelb, violett und grün, die unter anderem Wohlstand und Glück bedeuteten. Auch sollten acht verschiedene Arten von Früchten auf den Tischen platziert werden, die meist gelb, rund und süß sind.

Ein weiteres „Must-Have“ auf den Tischen ist der „Huat Kee“ oder „Glückskuchen“, die beide als Symbol dafür stehen, Reichtum ins eigene Haus einzuladen. Genau genommen bedeutet es „Ong lai“, was wörtlich übersetzt, soviel wie „Glück, tritt ein“ bedeutet.

Zur Unterstützung werden bunte Kleidungsstücke in den Farben rot, gelb oder grün getragen. Schwarz hingegen ist absolut zu vermeiden. Auch soll das Verteilen kleiner roter Umschläge mit Geld, dem Spender Glück bringen. Dann bleibt eigentlich nur noch ein „Kung Hei Fat Choi!“ (Glückwunsch und Erfolg oder Wohlstand)