Kagandahang Flores: Talentschmiede für Miss und Beauty Queen

26. Januar 2016 – Wer Miss oder Beauty Queen werden will, der geht auf den Philippinen zu Kagandahang Flores.

Kagandahang Beauty Queen Talentschmiede

Die Talentschmiede in Manila bereitet Teenager und junge Frauen gezielt auf die Teilnahme an nationalen und internationalen Schönheitswettbewerben vor.

Das sind keine Crashkurse, sondern tägliches stundenlanges Training über Jahre hinweg. Auch die neue Miss Universe, Pia Wurtzbach, ist diesen Weg gegangen, wenn auch in einem Konkurrenzunternehmen.

Der Einsatz lohnt sich, wenn es denn zum Sieg kommt. Dann ist die Gewinnerin nicht nur um einige US-Dollar reicher, sondern im Land der Schönheitswettbewerbe auch gleich eine Ikone, die sofort hinter dem Papst kommt. Andere Länder mögen darüber schmunzeln, für das Archipel ist das eine Frage des nationalen Stolzes. Irgendwie sind dann alle Beauty Queen.

Das Schönheits Boot Camp von Kagandahang Flores liegt direkt in Quezon City. Dutzende von jungen und schlanken Frauen üben unter einem hohen Wellblechdach bei heissen Temperaturen den Gang in extrem hohen Schuhen. Dieser Gang muss sitzen, denn künftig wird jeder Stolperer gleichbedeutend mit dem Scheitern sein.

Spiegel auf der einen, Umkläuderäume auf der anderen Seite. Dazwischen wird an Tischen viel Make Up aufgetragen. Schwitzend und in knappen Sportoutfits wird bis späht in die Nacht geübt, der Morgen war schon für das Fitness Studio reserviert.

Aber auch der Ablauf der Schönheitswettbewerbe wird immer wieder duchgespielt: Wechsel des Outfits, neue Auftritte und die legendären Fragerunden, wo sich junge Mädchen zur Entwicklung der Menschheit äussern müssen.

Die Mädchen sind zwischen 18 und 26 Jahren und kommen fast alle aus einfachen oder sogar sehr armen Verhältnissen. Ihre Schönheit kann der Ausweg sein, vielleicht.

Von gut 100 Teilnehmern eines Jahrgangs schaffen es gerade mal 30 zu den richtigen Wettbewerben. Gewonnen haben sie dann aber noch nicht. Das bleibt nur alle paar Jahre einer Auserwählten vorbehalten, wie jetzt Pia Wurtzbach.

Foto: Kagandahang Flores