Chicharon King Lapid mag auch deutsche Currywurst

Der Name Lapid – auch bekannt als Chicharon King – ist unter den Filipinos weit bekannt. Denn dahinter verbirgt sich einer der größten, wenn nicht der größte Hersteller von Chicharon auf den Philippinen.

Chicharon ist eine beliebte Spezialität des Landes: Frittierte Schweineschwarte, die vorher in Salzwasser weichgekocht, im Ofen getrocknet und zum Schluss in Fett ausgebacken wird. Gerne essen die Pinoys diese Delikatesse als herzhaften Snack zum Bier oder verfeinern damit ihre Gerichte.

Chicharon king mag auch deutsche Currywurst

Gegründet wird R. Lapid’s Chicharon And Bbq 1974 in Manila von dem namhaften Unternehmer Rey Lapid. Zu Beginn gibt es nur eine kleine Produktionshalle. Doch der Gründer hat eine Vision für seinen Familienbetrieb. Er will seine Produkte im ganzen Land verkaufen. Dabei hat er sich Nähe zu seinen Kunden und eine gleichbleibende, exzellente Qualität auf die Fahne geschrieben.

1995 entwickelt Lapid dafür einen standardisierten Herstellungsprozess seiner Verkaufsschlager. Seit 1996 verspricht der Firmenslogan „Laging Bagong Luto“ ständig frisch zubereitete Produkte. Speziell mariniertes Barbeque erweitert das Sortiment, welches ebenfalls zu den Bestsellern gehört.

Unermüdlich wird an der Verbesserung der Rezepturen gearbeitet. So gelingt es, das hauseigene Rezept für die Essigmischung, die zum Chicharon gereicht wird, zu verfeinern. Zudem wird das Sortiment stets erweitert.

Chicharon gibt es mittlerweile in verschiedenen Geschmacksrichtungen, beispielsweise in Chili und Cocktail. Zur Produktpalette hinzu kommen Klassiker der philippinischen Küche wie zum Beispiel die Wurstspezialität Longganisa und das süß marinierte Schweinefleisch Tocino. Und seit Neuem steht auch die typisch deutsche Currywurst auf dem Programm. Alle Gerichte können frei Haus bis vor die Haustür geliefert werden.

Lapid hat die Bedürfnisse der Kundschaft schnell erkannt: Er ist der erste der Branche, der seine Produkte vor den Augen der Kunden frisch in den Läden zubereiten lässt.

Auch betritt er beim Wareneinkauf Neuland: Er verwendet importierte Schweineschwarte aus den USA, Europa, Kanada und Korea und schließt damit eine echte Marktlücke: In Europa beispielsweise wird die Schwarte ungern verzehrt. Fabriken, die Schweinefleisch verarbeiten, müssen diese also fachgerecht entsorgen, was sehr teuer ist. Indem Lapid ihnen das vermeintliche Abfallprodukt abnimmt, muss er lediglich die Transportkosten übernehmen und die Firmen sparen die Entsorgungskosten – eine wahre win win Situation.

Seit der Gründung wächst die Firma exorbitant. Nach ersten Läden im Großraum Manila, aus denen mittlerweile über ein Dutzend geworden sind, breitet sie sich bis in die Provinzen im Norden Luzons aus und ist sogar auf der Urlauberinsel Boracay vertreten. Und auf der Homepage werden permanent über 30 verschiedene Stellen ausgeschrieben.

Auch im PR-Bereich ist Lapid stark: Als Sponsor und durch die Teilnahme an verschiedensten Charité-Events festigt sich das positive Image und das Netzwerk rund um den Familienbetrieb wächst. Genauso ist ihm die interne Identifikation der Mitarbeiter mit dem Betrieb wichtig. Regelmäßig stehen Ausflüge und Veranstaltungen an. Trotz allem Erfolg ist der Geschäftsmann bodenständig geblieben.

Und der Weg ist noch lange nicht zu Ende. Er ist stets auf der Suche nach innovativen, modernen Produktionsmethoden, neuen Produkten und einer höheren Effektivität. An oberster Stelle steht allerdings, am Ende dieser Kette den Kunden mit einzigartigen Produkten zu überzeugen.

Foto: Viktoria Ebenhoch