Caramoan: Das Geheimnis von Bicol – Reisetipp

Wer an die Region von Bicol denkt, dem kommt zuerst der mächtige Mayon Vulkan mit seiner perfekten Fujiyama-Form in den Sinn.

Und das besonders, wenn er so aktiv ist wie zur Zeit und wieder deutliche Lebenszeichen von sich gibt.

Bugtong Beach

Bugtong Beach

Bekannt sind natürlich auch die Walhaie von Sorsogon, die scharfen Bicol Express-Gerichte und vielleicht noch Camping auf der immer populärer werdenden Insel Calaguas.

Die Region von Bicol war immer schon eine Brücke zwischen Luzon und dem Tagalog-Sprachbereich und den östlichen Visayas oder auf dem Weg hinunter nach Mindanao.

Somit ist die Gegend eine Durchreisestation und touristischer Magnet zugleich.

Relativ unbekannt ist aber bisher eine Gruppe von Inseln in der Provinz Camarines Sur, die durchaus auch eine Reise wert sind. Die grossen Namen ziehen: Boracay und Palawan, das Marketing wirkt und so nahe von Manila kann es ja nichts Besonderes geben.

Und dann entdeckt man auf ein mal die Caramoan Inseln. Wenn man den Weg dahin denn findet. Auf der Karte sieht alles ganz einfach aus: Da liegen einfach ein paar Inseln an der Ostküste von Bicol.

Lage der Caramoan Inseln

Lage der Caramoan Inseln

Aber die Anreise ist schon ein Herausforderung und Teil des Erlebnisses Caramoan. Ja, man fühlt sich etwas „am Ende der Welt“. Und gleich auch im Herzen der Natur, mit viel Ruhe und Gelassenheit.

Caramoan selbst ist ein Küstenstädtchen an der Ostküste von Camarines Sur in der Bicol Region. Naga wiederum ist Camsur’s wirtschaftliches Zentrum und zumeist der Ausgangspunkt einer Reise zu den Caramoan Inseln.

Buslinien wie Isarog Lines, Peñafrancia, Raymond, Philtranco und RSL haben Terminals in Cubao, Pasay, und Sampaloc. Ein Bustrip uber Nacht dauert rund 9 Stunden, am Tag dauert es wesentlich länger. Das Ticket kostet etwa 800 Pesos.

Dann wird es spannend. Vom Naga City Central Bus Terminal muss man ein Tricycle zum Van Terminal vor der SM Mall in Naga nehmen. Am besten dem Fahrer sagen, dass man zum Hafen von Sabang in San Jose möchte. Die Reise mit dem Kleinbaus dauert etwa eineinhalb Stunden und kostet rund 100 Pesos. Die erste Busse fahren ab 6 Uhr morgens.

Die Insel Guinahoan

Die Insel Guinahoan

Vom Sabang Hafen in Sa Jose geht ein kleines Passagierboot zum Guijalo Hafen auf Caramoan. Das Boot ist rund zwei Stunden unterwegs und das Ticket kostet etwa 120 Pesos. Bitte beachten, das letzte Boot Richtung Guijalo legt bereits um 11 Uhr vormittags ab. Nur wenn es mehr Passagieraufkommen gibt, fahren die Boote auch mal bis zum Nachmittag. Garantie gibt es dafür aber keine.

Es können auch Boote individuell gemietet werden, die Fahrt nach Guijalo kostet dann rund 3000 Pesos.

Philippine Airlines und Cebu Pacific fliegen täglich von Manila nach Naga. Man sollte in jedem Fall einer der frühen Flüge nehmen. Vom Flughafen geht es mit einem Jeepney oder Bus nach Naga City, dann mit dem Tricycle weiter zum Van Termin and SM Mall in Naga. Der Rest der Anreise ist dann wie bereits beschrieben.

Es gibt aber auch noch eine andere interessante Anreisevariante. Von Manila kann man nach Virac fliegen, die Hauptstadt der Provinz Catanduanes. Der Flug dauert etwa eine Stunde. Vom Flughafen in Virac geht es mit dem Tricycle zum Codon Hafen im Dorf San Andres (etwa 300 Pesos).

Die Insel Matukad

Die Insel Matukad

Am Codon Hafen kann man sich ein Boot in Richtung Caramoan mieten, die Kosten liegen hier zwischen 1500 und 2000 Pesos. Die Bootsfahrt dauert gerade mal 40 Minuten. Insgesamt eine smarte Anreisevariante.

Vom Codon Hafen kann man auch direkt ein Boots für eine Tagestour durch die Caramoan Inseln mieten. Das kostet rund 3000 Pesos und man kehrt am Nachmittag zurück.
Was gibt es auf Caramoan zu sehen?

Die am nächsten zu Catanduanes gelegene Insel heisst Pitogo und ist doch selten Teil einer Island Hopping Tour. Ein Trip zu dieser Insel macht aber Sinn, gerade für Fotografen bietet sie eine tolle Perspektive auf die gesamten Caramoan Inseln.

Ausserdem ist die Insel ein guter Stop für das Mittagessen vor toller Szenerie.

Die Insel Pitogo

Die Insel Pitogo

Diese Insel Guinahoan ist von Landwirtschaft geprägt, hier wird Gemüse angebaut und Viehzucht betrieben. Hier und da erinnert diese Insel an die Batanes Inseln im Norden der Philippinen.

Ein grosser weisser Leuchtturm steht auf einem Berg auf Guinahoan und bietet einen 360-Grad-Blick auf die Insel, samt einem traumhaften Strandabschnitt, einem Mangrovenwald und dem blauen Meer drumherum.

Cotivas hat viele kleine Hütten, die Schutz vor der Sonne bieten und zu einem Snack einladen. Für eine kleine Gebühr kann man sind einen der Unterstände mit Sitzgelegenheiten mieten. Vor dem Essen – das viele der Bootstouren mit anbieten – kann man eine Runde im Meer schwimmen gehen.

Der Strand von Bugtong ist eine der schönsten Badestellen von Caramoan. Der ganze Strand sieht wie ein grosser Pool mit glasklarem Wasser aus.

Manlawi Sandbar wiederum sind bekannt für seinen weissen Pulversand, insgesamt eine Trauminsel.

Die Insel Sabitang Laya

Die Insel Sabitang Laya

Die Insel Sabitang Laya hat eine Dreiecksform mit zwei langen Sandstränden. Die Insel ist aufgrund ihrer Grösse eines Ziel für die Gäste der Inseln.

Die Insel Matukad ist von der Hauptinsel Caramoan in nur 15 Minuten zu erreichen und gehört deshalb zu den meistbesuchten Inseln.

Auch hier gibt es Traumstrände und eine wunderschöne Lagune mit vielen Fischen.

Und auch die Insel Lahos kann – wie soll es anders sein – mit Traumstränden aufwarten.

Noch ist die Inselwelt von Caramoan ein Geheimtipp, doch auch dieser Reisebericht wird für etwas mehr Interesse an diesem schönen Fleckchen Erde sorgen.

Dieser Beitrag entstand in Kooperation (Text und Bilder) mit unserem Medienpartner LooLoo Insights.