Rundreisen in Nord-Luzon: Persönliche Touren zu den Reisterrassen

Rundreisen in Nord-Luzon auf den Philippinen sind immer noch eine Sache von Spezialanbietern. Nur mit individueller Planung der Touren in Nord-Luzon und persönlicher Betreuung lassen sich die logistischen Schwierigkeiten überwinden. Denn auf den Philippinen gibt es noch keine ausgetretenen touristischen Pfade.

Rundreisen in Nord-Luzon sind eine Sache von Spezialanbietern

Diesen Versuch wagt auch PhilStep, ein Spezialist für Rundreisen in Nord-Luzon. Was hinter dem Konzept steckt, hat die Redaktion nun einmal unter die Lupe genommen.

Der Reiseveranstalter im Portrait: PhilStep bietet Rundreisen im Norden der größten philippinischen Insel Luzon in deutscher Sprache an, dabei gehören die spanische Kolonialstadt und Weltkulturerbe Vigan, der Vulkan Pinatubo im Pampanga Flachland, die Reisterrassen der Kordillera, die hängenden Särge im Echo Valley und die Höhlen in Sagaga zum meist nachgefragten Programm.

Diese und auf Wunsch noch weitere Touren werden nach Vorstellung des Kunden organisiert, ein erster Vorteil: Im Grunde eine Auswahl an verschiedenen Reisebausteinen, jedoch individuell zusammenstellbar.

Der Wunsch der solventen Kundschaft, eine Reise nicht „von der Stange“ kaufen zu wollen, scheint hier angekommen zu sein. Das Angebot beinhaltet alle Transfers und löst damit das Problem der teilweise maroden Infrastruktur im Land. Lange Fahrtzeiten, verursacht durch den chaotischen Verkehr und die holprigen Straßen, werden durch den Einsatz von Kleinbussen so komfortabel wie möglich gestaltet. Ein weiterer Vorteil für anspruchsvolle Kunden, die nicht stundenlang in überfüllten Reisebussen sitzen wollen.

Pinatubo Vulkan auf Nord-Luzon

Ebenfalls die Tatsache, einen deutschen Ansprechpartner an der Seite zu haben, scheint den Kunden zu gefallen und ist insbesondere interessant für ältere Generationen ohne ausreichende Englischkenntnisse.

Touren mit PhilStep können ausschließlich online gebucht werden, was dem Trend des Tourismus entspricht: Voraussetzung hierfür ist jedoch, mit einem starken Internetauftritt sich aus der Vielzahl der Mitstreiter hervorzuheben.

Hier zeigt sich eine Schwachstelle von PhilStep: Die Homepage, die den ersten Kontakt zum Kunden herstellt, ist optisch ansprechend in Grün- und Blautönen gehalten, jedoch vermisst man an der ein oder anderen Stelle noch genauere Informationen. Beispielsweise könnten die Beschreibungen zu den Touren noch detaillierter ausfallen, um dem Kunden damit die nötige Neugier zu verschaffen.

Hinzu kommt, dass ausgerechnet die Fotos, die oft maßgebend für die Entscheidungsfindung sind, teilweise nicht ausreichend im Fokus stehen. So kommt die Atmosphäre der atemberaubenden Landschaft teilweise nicht genug zur Geltung. Wir sind gespannt, ob PhilStep da in den nächsten Monaten nachlegen wird.

Weltkulturerbe: Vigan in Nordluzun - Philippinen

Positiv hervorzuheben ist, dass der Blog der Webseite mit Informationen für Reisende konstant mit Neuigkeiten gefüllt wird und so eine interessante Quelle für aktuellen Tourismusthemen darstellt.

Auch die unverzichtbare Kommunikation über Social Media scheint ernst genommen zu werden: In Facebook und Instagram ist PhilStep ebenfalls vertreten.

In Summe gesehen geht PhilStep auf den Philippinen in die richtige Richtung, der Trend zu Nischenmärkten mit einer anspruchsvollen Kundengruppe wird wachsen. Das Angebot überzeugt, auch wenn die Präsentation noch an manchen Stellen verbessert werden kann. Allerdings lässt sich am Beispiel Social Media erkennen, dass auch hier aufgeholt wird. So gesehen wird die Anpassung der Webseite wohl nur noch eine Frage der Zeit sein.

Fotos: PhilStep und Dariusz Oczkowicz