Philippinen und EU wollen über Freihandelsabkommen verhandeln

23. Dezember 2015 – Die Philippinen und die Europäische Union (EU) haben sich auf Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen verständigt.

Europäische Union und Philippinen sprechen über Freihandelsabkommen

Ziel ist die Abschaffung von Handelsbarrieren wie Zölle und ähnliche Regelungen. Der Start entsprechender Gespräche mit der EU könnte schon im folgenden Jahre erfolgen.

Schon heute ist die Europäische Union einer der grössten Handelspartner der Philippinen. Ausserdem gibt es bereits erste Abkommen, um den Handel zwischen den beiden Märkten zu erleichtern, darunter EU GSP-plus [Generalized Scheme of Preferences-plus]. Das Abkommen umfasst über 6200 philippinische Produkte, darunter verarbeitete Früchte, Kokosnussöl, Schuhe, Fisch und Textilien.

Die EU reagiert mit den neuen Initiativen auf das Wachstum der philippinischen Wirtschaft in den vergangenen Jahren. Und natürlich sollen europäische Unternehmen vom Markt der gut 100 Millionen Filipinos profitieren. Schon lange haben zum Beispiel US-amerikanische Unternehmen einen leichteren Zugang zum philippinischen Markt.

Klar ist aber auch, dass sich die Gespräche mit der EU über Jahre hinziehen dürften. Guenter Taus, Präsident der Europäischen Handelskammer auf den Philippinen, begrüsste den möglichen Start der Gespräche.

Das Handelsvolumen zwischen der EU und den Philippinen lag in 2014 bei 738 Milliarden Peso. Die Europäische Union ist der grösste Investor auf den Philippinen mit einem Volumen von 6,2 Milliarden Euro.

Die EU hat Freihandelsabkommen mit Singapur (2014) und Vietnam (2015).