Steuern auf den Philippinen – keine einfache Sache für Geschäftsleute

19. Oktober 2015 – Steuern auf den Philippinen zu zahlen, ist laut einer Untersuchung vor allem für Geschäftsleute alles andere als einfach.

Steuern auf den Phililppinen ist eine komplexe Sache

Demnach muss ein Geschäftsmann im Schnitt 193 Stunden im Jahr aufwenden, um 36 verschiedene Steuern und Abgaben zu zahlen. Die durchschnittliche Steuerlast liegt dabei bei 42,5 Prozent und damit rund sechs Prozent höher als der Durchschnitt im asiatisch-pazifischen Raum. Die Einkommenssteuer ist sogar die höchste im Vergleich.

Diese Ergebnisse sind in einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) nachzulesen. Gerade für Geschäftsleute sind die Steuern auf den Philippinen ein Standortnachteil. Im weltweiten Vergleich kommen das Land nur auf den 127 Platz von 189 Ländern. Zum Vergleich: Thailand landet auf Rang 62, Malaysia ist auf Platz 32. Im Umfeld der Philippinen tummeln sich Länder wie Sierra Leone und Sudan. Sogar im Irak, Iran und in Afghanistan lassen sich die Steuern vergleichweise leichter zahlen.

Die Studie “Paying Taxes 2015” wird von PwC jährlich erhoben und ist Teil des Projekts Doing Business” der Weltbank.

Dabei wird der gesamte Prozess der Begleichung der Steuerlast besonders für klein- und mittelständische Unternehmen beleuchtet und bewertet, darunter Steuern für Einkommen, Gewinn, Beschäftigung, Grund, Dividenden, Kraftfahrzeug, Abfall usw.

In der weltweiten Rangliste finden sich mittlerweile die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE)und Qatar liegen mittlerweile bei der Einfachheit des Prozesses an erster Stelle. In den VAE sind es offenbar nur vier Zahlungen, welche in durchschnittlich 12 Stunden erledigt werden können.

An allerletzter Stelle steht Bolivien mit über 42 verschiedenen Zahlungen, für welche Geschäftsleute weit über 1000 Stunden benötigen. Vorbild in Südostasien für das System der Steuern auf den Philippinen könnten Hong Kong (Platz 4) und Singapur (Platz 5) sein.