Heneral Luna Film spielt Kosten schon wieder ein

11. Oktober 2015 – Nach nur fünf Wochen hat der Film Heneral Luna alle Kosten eingespielt.

Heneral Luna Film spielt Kosten ein

Das Revolutionsdrama von Jerrold Tarog hat auf den Philippinen jetzt 240 Millionen Pesos an der Kinokasse umgesetzt. In der Filmbranche geht die Rechnung so: Ein Film muss in etwa das Dreifache der Produktionskosten eingespielt haben, um finanziell lukrativ zu werden. Denn natürlich kommen weitere Kosten zur reinen Produktion hinzu, der Aufwand für das Marketing etwa ist nicht zu unterschätzen. Die Produktionskosten von Heneral Luna lagen bei rund 80 Millionen Peso.

Angesichts der Unwägbarkeiten bei der Produktion des Films ist der Erfolg an der Kinokasse umso höher zu bewerten. Trotz des Hype in den sozialen Medien ist der Erfolg durchaus überraschend. Kenner der Szene hatten nicht erwartet, dass ein Film mit einem eher historischen Stoff aus der Zeit der Revolution gegen die Spanier einen solchen Erfolg feiern könnte.

Offenbar suchen die Filipinos nach einem neuen Helden, auch für die Probleme ihres Landes heute. Ob allerdings die Rolle des Heneral Luna dafür als Blauphase taugt, ist eher fragwürdig. Denn immerhin war er im Kampf gegen die Spanier am Ende des 19. Jahrhunderts von eigenen Landsleuten verraten worden.

Der Erfolg des Films macht in jedem Fall die geplante Trilogie über historische Figuren der philippinischen Geschichte wahrscheinlicher, Filme über Gregorio del Pilar und Manuel L. Quezon sollen folgen.

In den USA wird Heneral Luna am 30. Oktober in den Kinos starten. Ausserdem ist der Film der Beitrag der Philippinen für die nächste Wahl der Oscars.