Steuerflucht: USA und Philippinen arbeiten enger zusammen

14. Juli 2015 – Die USA und die Philippinen wollten bei der Bekämpfung der Steuerflucht enger zusammen arbeiten.

Philippinische Steuerbehörden kämpfen gegen Steuerflucht

Die Länder unterzeichneten jetzt ein entsprechendes Abkommen, welches für mehr Transparenz bei Finanzanlagen unter dem sogenannten Foreign Account Tax Compliance Act sorgen soll.

Damit soll konkret die Verlagerung von Vermögen ins Ausland überwacht und Steuerflucht bekämpft werden.

„Die Philippinen sind an vorderster Front in Südostasien, wenn es um finanzielle Transparenz zum Wohle der Bürger geht“, meinte Finanzminister Cesar Purisima. „Grenzüberschreitende Steuerflucht kann nur mit Transparenz und enger Zusammenarbeit zwischen Staaten bekämpft werden.“

Purisima unterzeichnete das Abkommen mit dem US-amerikanischen Botschafter auf den Philippinen, Philip S. Goldberg.

Demnach unterrichtet die philippinische Steuerbehörde – Bureau of Internal Revenue (BIR) – künftig automatisch die US-Behörden über alle von Staatsbürgern der USA auf den Philippinen gehaltenen Konten.

Goldberg zeigte sich sehr zufrieden über das Abkommen, es sei eine wirksame Maßnahme gegen Steuerflucht: „Und mit dieser Zusammenarbeit leisten die beiden Länder damit einen Beitrag zur Stärkung des weltweiten Finanzsystems.“

Das bestehende Abkommen zwischen den beiden Ländern sah bisher nur den Informationsaustausch auf Anfrage vor. Künftig werden die Daten automatisch und umfassend digital ausgetauscht.

Bei vielen auf den Philippinen im Ruhestand lebende US-Amerikaner dürfte die neue Regelung zumindest nicht auf Gegenliebe stossen.