Strom: Luzon ok, Mindanao eher nicht

20. April 2015 – Luzon hat in diesem Sommer genug Strom, die Versorgung läuft besser als erwartet.

Strom auf den Philippinen

Mindanao dagegen muss sich auf weitere Ausfälle vorbereiten. Auch für die Visayas sieht es offenbar nicht gut aus.

Energieminister Carlos Jericho L. Petilla sagte, dass die Kraftwerke auf Luzon stabil arbeiteten und die Situation insgesamt deutlich besser als erwartet sei.

Dennoch benötigt Luzon offenbar weitere 782 Megawatt, um den Bedarf an Strom vollständig abdecken zu können.

Zu dem bisher entspannten Verlauf in Luzon haben offenbar auch Schnellgenehmigungen für einige Projekte beigetragen, darunter das Wasserkraftwerk in Caliraya-Botocan-Kalayaan.

Offenbar wurden bisher auch Klimaanlagen nicht im erwarteten Umfang eingeschaltet. Ob das ein bewusstes Sparverhalten der Verbraucher war, konnte der Minister nicht sagen.

Für die Visayas sieht der Minister eine „enge“ Situation, erwartet aber keine unmittelbaren Stromausfälle. Die Visayas werden teilweise von Luzon mitversorgt.

Die Verbraucher wurden zu einem überlegten Umgang mit Strom animiert.

Auf Mindanao sieht die Situation ganz anders aus. Der Strombedarf kann insgesamt nicht abgedeckt werden und rotierende Stromausfälle sind die Regel auf der zweitgrössten Insel.

Verantwortlich dafür ist vor allem das Wasserkraftwerk in Agus-Pulangui, welches für die Produktion von Strom auf Mindanao hauptsächlich verantwortlich ist.

Das Kraftwerk kann in den Sommermonaten aufgrund niedriger Wasserstände nicht die volle Leistung bringen. An neuen Kohlekraftwerken wird gearbeitet, aber wann diese ans Netz gehen sollen, ist unklar.