Philippinischer Film gewinnt Preis in Berlin

8. März 2015 – Der philippinische Künstler Kidlat Tahimik hat auf dem Internationalen Filmfestival in Berlin für seinen neuesten Film einen renommierten Preis gewonnen.

Film von Kidlat

Für seinen Film „Balikbayan #1 (Memories of Overdevelopment Redux III)” erhielt er den sogenannten Caligari Preis.

Unglaubliche 35 Jahre hat Kidlat an seinem Film gearbeitet. “Balikbayan” handelt von Enrique, den Sklaven des portugiesischen Entdeckers Ferdinand Magellan.

Kidlat spielt auch Enrique, der offenbar als erster Mensch von Asien nach Europa und zurück gereist ist.

Berlin und die Preisverleihung waren für Kidlat auch wie ein Nachhausekommen, denn für seinen ersten Film “Perfumed Nightmare” hatte er auf der Berlinale bereits 1977 einen Preis gewonnen.

Beinahe hätte “Balikbayan” die Fristen zur Einreichung von Filmen auf der Berlinale verpasst. Nur mit einer Vorabversion, verschickt über das Internnet, kam der Film in den Wettbewerb.

Für Kidlat war der Wettbewerb eine sehr persönliche Sache, denn er sieht den jetzt prämierten Film als sein finales Werk und das Ende einer Reise.

Schon 2012 und nach dem Gewinn des renommierten Fukuoka Prize for Arts and Culture (Japan) hatte Kidlat seinen baldigen Rückzug aus dem Filmgeschäft angekündigt.

Das Preisgeld, immerhin 1,6 Millionen Pesos, hatte er damals für ein Projekt in der Kordillera in Nord-Luzon gespendet, es sollte einem Film über die Ifugao und Reisterrassen zugute kommen.

Er möchte sich künftig auch nach Hapao nahe Banaue zurückziehen.

Der Preis von Berlin ist mit 4000 Euro dotiert, mindestens die Hälfte wird in den Vertrieb des Films gehen.

Foto: Kidlat de Guia