Stromnetz der Philippinen: Chinesen müssen gehen

25. Februar 2015 – Das Stromnetz der Philippinen soll nach einer Entscheidung der philippinischen Regierung nicht mehr von chinesischen Experten betreut werden.

Stromnetz Philippinen

Die entsprechende Zusammenarbeit soll aus Gründen der nationalen Sicherheit beendet werden.

Aktuell sind 16 chinesische Techniker bei der verantwortlichen Betreibergesellschaft – National Grid Corporation of the Philippines (NGCP) – beschäftigt.

Sie sollen das Land bis Juli verlassen, so Energieminister Jericho Petilla.

Der staatliche chinesische Stromnetzbetreiber hat einen Anteil von vierzig Prozent an der philippinischen Betreibergesellschaft. Allerdings soll das Management fest in philippinischer Hand bleiben.

Die entsprechende Entscheidung sei auch auf Drängen der Sicherheitsberater der Regierung – National Security Advisor (NSA) – getroffen worden.

Ausserdem seien die entsprechenden philippinischen Mitarbeiter mittlerweile soweit geschult, dass sie die Aufnahmen übernehmen könnten, so Petilla.

Die chinesischen Investoren werden aber ihren Anteil am Unternehmen behalten und weiterhin zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat entsenden.

Die Beziehungen der beiden Länder haben sich aufgrund der Territorialkonflikte im südchinesischen Meer in den vergangenen Jahren stetig verschlechtert.