Erdbeben: Wie vorbereitet ist die Hauptstadt Manila?

8. Februar 2015 – Wie gut ist die philippinische Hauptstadt Manila für ein starkes Erdbeben gewappnet?

Manila

Diese Frage wurde bei den vorbereitenden Treffen für das in diesem Jahr auf den Philippinen stattfindende Meeting der Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) gestellt.

Seit mehr als drei Jahrzehnten hat es in der philippinischen Hauptstadt kein stärkeres Erdbeben mehr gegeben und nach dieser langen Ruhephase erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Erbebens eigentlich mit jedem Tag.

Die japanische International Cooperation Agency ging in 2004 in einer Studie davon aus, dass ein starkes Beben in Manila rund 40 Prozent der Gebäude zerstören und etwas 34 000 Menschen töten könnte.

Viele der APEC Mitgliedsländer liegen auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, wo grosse Kontinentalplatten aufeinander stossen.

APEC hatte nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in 2004 in Thailand, Indonesien und anderen Ländern eine spezielle Gruppe zur Bewältigung solcher Naturkatastrophen gegründet.

In Manila sorgen die sogenannte West Valley Spannunglinie und der Manila Graben für Befürchtungen, Erdbeben an diesen Orten hätten massive Folgen für die Hauptstadt. Die letzte Erdbebenübung wurde im Juni 2014 durchgeführt.

Laut eines Berichts der Weltbank hat Manila den Zuzug von vielen Menschen in den letzten Jahren schlecht bewältigt und kaum für adäquate Wohnungen gesorgt.

Offiziell lag die Bevölkerung in Manila in 2010 bei 16,5 Millionen, was eine Bevölkerungsdichte von 13 000 Menschen pro Quadratkilometer bedeuten würde. Die wirklichen Zahlen liegen warscheinlich noch höher. Manila liegt damit abaer auch offiziell schon an zweiter Stelle in Südostasien.