Zentralbank: Mehr Bank für Arme auf den Philippinen

12. Januar 2015 – Die Zentralbank der Philippinen – Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) – will mit einer neuen Strategie die weniger gut situierten Filipinos in die Bank und damit in den Genuss von Finanzdienstleistungen bringen.

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BSP Governor Amando M. Tetangco Jr. will diese Strategie in diesem Jahr implementieren.

„Unsere Aufgabe ist es, die verschiedenen Institutionen und Behörden in diesem Prozess an einem Strang ziehen zu lassen“, so der BSP-Chef. Das Programm trägt den beeindruckenden Namen „National Financial Inclusion Strategy“.

Vor kurzem hatte die Zentralbank in den eigenen Reihen ein entsprechendes Komittee gegründet.

Die Integration weiterer Bereiche der Bevölkerung in das Finanzwesen wird auch als Instrument für mehr wirtschaftliches Wachstum gesehen.
Die Zentralbank sieht sich hier selbst als Advokat und in einer guten Tradition, den schon in der Vergangenheit seien viele entsprechende Anstrengungen unternommen worden.

1997 entwickelte die Zentralbank ein Programm für Mikrofinanzierungen, welches sich gezielt an die ärmere Bevölkerung auf dem Land richtete. Schon damit sei die verbliebene Zahl an Einwohnern ohne Zugang zu Bankdienstleistungen deutlich reduziert worden, so die Zentralbank.

BSB-Chef Tetangco: „Wichtig ist aber, den Banken und anderen Finanzdienstleistern nicht einfach nur neue Kunden zu liefern, sondern diese auch im Umgang mit Finanzprodukten zu schulen.“ In einem Land, wo viele grössere Anschaffungen einfach auf Kredit und ohne grössere Verständnis für die Berechnung dieser Kredite gekauft werden sicherlich ein richtiger Ansatz.