Billiges Öl: Auswirkungen auf den Philippinen

31. Januar 2015 – Die niedrigen Preise für Öl werden auch in 2015 Auswirkungen auf den Philippinen haben.

Seite Mitte des vergangenen Jahres sind die Preise für das Barrel Öl von rund 100 USD um etwa 50 Prozent auf Preise um 50 Dollar gefallen. Für dieses Jahr wird ein weiter Rückgang der Preise für Rohöl erwartet.

Die Weltbank „erklärt“ das mit dem sogenannten „perfekten Sturm“ (perfect storm) und einer Mischung aus abnehmender Nachfrage, Zunahme der Ölproduktion in neuen Segmenten – vor allem Fracking in den USA – und abnehmenden geopolitischen Risiken.

Auf den Philippinen ist der Rückgang des Ölpreises schon seit einiger Zeit zu spüren.

So gingen die Preise für die Benutzung von Jeepneys runter und die Fluggesellschaften nahmen den Aufschlag für Kerosinkosten wieder zurück.

Ayhan Kose von der Weltbank erwartet eine Fortsetzung dieses Trends für mindestens zwei weitere Jahre und Auswirkunge auf alle Preise weltweit, eine sehr ungewöhnliche Situation.

Lediglich die Zentralbanken der Länder können durch Zinsentscheidungen die Preisentwicklung bremsen oder auch beschleunigen.

Für die Philippinen wird eine weitere Verbesserung der Konsumlaune der Filipinos erwartet, weil mehr Geld in den Taschen ist.

Allerdings gibt es auch mehr oder weniger direkte negative Auswirkungen des Ölpreisverfalls. Da viele philippinische Überseearbeiter in der Ölindustrie tätig sind, könnten dort Lohnrückgänge oder sogar Entlassungen drohen. Dementsprechend würde weniger Geld auf die Philippinen zurückfliessen.

Und geringere Preise bedeuten auch weniger Steuereinnahmen bei der Umsatzsteuer (Value Added Tax – VAT), wenn die Filipinos das zusätzliche Geld auf primär steuerfreie Produkte (Essen etc.) verwenden. Das neue iPhone dagegen bringt Geld in die Steuerkasse.

Insgesamt aber wird der niedrige Preis für Öl als positiv für die Entwickung der philippinschen Wirtschaft gesehen