Baguio versinkt im Verkehrschaos

2. Januar 2015 – Baguio ist über die Feiertage erneut im Verkehrschaos versunken.

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Die alte Sommerhauptstadt der Philippinen, auch Stadt der Pinien (City of Pines) genannt, hatte schon oft mit Verkehrsproblemen zu kämpfen. Doch die Feiertage schlugen in punkto Chaos dieses mal alle Rekorde.

Besucher der Stadt verbrachten an den Tagen mehr Zeit im Auto bei der An- und Abfahrt als in Baguio selbst.

Im Internet wurde das Verkehrschaos ausgiebig thematisiert und die mangelnde Infrastruktur der Stadt in der Kordillera auf Nord-Luzon kritisiert.

Ausserdem waren viele Touristen offenbar überrascht, keine Unterkunft finden zu können. Die Stadt war bereits seit Anfang Dezember ausgebucht.

Der verantwortliche Manager für Tourismus in Baguio, Benedicto Alhambra, kündigte an, sich mit allen an der Tourismusplanung beteiligten Verantwortlichen zusammen setzen zu wollen.

Mit dem Blumenfestival und der Osterwoche stehen bereits die nächsten Termine vor der Tür und es drohen neue chaotische Verkehrsszenen in der eigentlich für ihre gute Luft gepriesenen Bergstadt.

Von Seiten der Stadt sind aber schon die üblichen Ausreden zu hören: Günstigere Benzinpreise und der jetzt an Urdaneta vorbei weiter ausgebaut Expressway (TPLEX) hätten mehr Gäste als erwartet angelockt.

Allerdings ist die Situation von Baguio seit vielen Jahren bekannt: Enge und steile Strassen sowie eine begrenzte Zahl an Parkplätzen können nicht endlos viele Autos aufnehmen.

Nur der Bau neuer Parkplätze und die Einrichtung von Shuttle-Services könnte das Probleme vielleicht ansatzweise lösen.

Die Zahl der Besucher in Baguio lag in diesem Dezember bei über 200 000, einer Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr.