Mayon erhöht Temperatur in Albay

23. Oktober 2014 – Der offenbar kurz vor dem Ausbruch stehende Vulkan Mayon erhöht die Temperatur in der gesamten Region.

interphoto_1410990490

Die Wetterfrösche von PAGASA (Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services and Administration), haben mitgeteilt, dass sich die Temperatur in der Provinz Albay deutlich erhöht habe.

Landrico Dalida Jr. von PAGASA sagte, dass durch den Wechsel zum nordöstlichen Wind im Oktober auch ein Rückgang der Temperatur zu erwarten gewesen wäre. Auch der schwache El Niño-Effekt hätte normalerweise für leichte Regenfälle und damit einem Rückgang der Temperaturen gesorgt.

Die Realität sieht anders aus: Seit September hat die Temperatur gegen den Trend von 28 auf über 29 Grad im Durchschnitt zugenommen, normal wären 26 bis 27 Grad.

Somit ist klar, dass der Mayon extreme Hitze absondert und die Temperatur in der Atmosphäre in der Region erhöht.

Besonders die Gebiete im Radius von zehn Kilometern sind von der Erwärmung betroffen, zum Beispiel Legazpi City, Daraga, Tabaco City, Sto. Domingo, Malilipot, Camalig, Guinobatan, and Ligao City.

Die Lava des Mayon hat eine Temperatur von mehr als 1000 Grad, die Lava tritt schon jetzt vereinzelt aus und trägt direkt zum Temperaturanstieg bei.

Schon jetzt werden Vorhersagen im Falle eines Ausbrauch zwischen Oktober und Februar gemacht. Dann würden durch den nordöstlichen Wind vorallem die Provinzen Ligao City, Oas und Polangui durch einen möglichen Ascheregen betroffen sein.

Aktuell wurden im Zeitrahmen von 24 Stunden vier vulkanische Erdbeben und drei Steinschläge verzeichnet, ausserdem glühte das Zentrum des Kraters deutlich sichtbar.

Die Vulkanexperten von Philvolcs (Philippine Institute of Volcanology and Seismology) betonten, dass der Mayon im Vergleich zu früheren Eruptionen ein durchaus ungewöhnliches Verhalten an den Tag lege.

Bei bisherigen Ausbrüchen sei nach dem Beginn des Lavaausbruchs immer ein kontinuierlicher Prozess gefolgt, bis zur Haupteruption. Dieses Mal haben die Lavaströme aber eine überraschende Pause eingelegt.

Offenbar ist der Druck im Krater noch nicht auf das für einen Ausbruch nötige Niveau angewachsen.