Philippinischer Präsident Aquino besucht Deutschland

19. September 2014 – Der philippinische Präsident Benigno Aquino III besucht am heutigen Freitag Deutschland.

President-Aquino

Auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt der Präsident für die finale Station seiner Vier-Länder-Reise in Europa in die Bundesrepublik.

Hintergrund des Besuchs ist auch das 60. Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und den Philippinen in diesem Jahr.

Der Präsident wird Bundespräsident Joachim Gauck treffen und politische Gespräche mit Bundeskanzlerin Merkel führen.

Ausserdem wird Aquino Vertreter der philippinischen Gemeinde in Deutschland, der Koerber Stiftung und der German Asia-Pacific Business Association treffen.

Der Besuch wird als wichtige Entwicklung in den deutsch-philippinischen Beziehungen gesehen. Eine Reihe von Handelsabkommen sollen im Rahmen des Besuchs vereinbart werden. Ausserdem soll die deutsch-philippinische Handelskammer formal anerkannt und ein neues Abkommen zur Sozialhilfe unterzeichnet werden.

Weitere Vereinbarungen sollen die Zusammenarbeit bei Sprachkursen intensivieren.

Deutschland ist die stärkste Wirtschaft in der Europäischen Union und die viertstärkste weltweit. Mit einem bilateralen Handelsvolumen von über vier Milliarden Euro im Jahr ist Deutschland der mit Abstand wichtigste Handelspartner der Philippinen in Europa.

Deutsche Importe, hauptsächlich im Bereich Elektrogeräte, übertreffen philippinische Importe.

Deutschland tätigt wichtige Investitionen auf den Philippinen im Bereich Handwerk, technische Dienstleistungen, Outsourcing und erneuerbare Energien.

Ausserdem ist Deutschland im Bereich der Entwicklungshilfe stark involviert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Massnahmen gegen den Klimawandel und zum erhalt der Biodiversivität. Zusätzlich wird der Friedensprozess in Mindanao gezielt unterstützt.

Im Rahmen der Hilfe für die Opfer und Bewältigung der Schäden durch den Taifun Yolanda stellten der deutsche Staat und Hilfsorganisationen mehr als 176 Millionen Euro zur Verfügung. Deutsche Hilfsorganisationen waren mit als erste vor Ort, um zu helfen.

Quelle: Deutsche Botschaft Manila