Abu Sayyaf droht mit Hinrichtung deutscher Geiseln

25. September 2014 – Die Abu Sayyaf-Terroristen im Süden der Philippinen haben mit der Ermordung ihrer deutschen Geiseln gedroht.

Die beiden Deutschen, ein Mann und eine Frau aus Wiesbaden, waren im April auf ihrem Segelboot in der Sulu See von den muslimischen Militanten als Geiseln genommen worden.

Die Terroristen verlangten jetzt ein Lösegeld von der Bundesregierung für die Freilassung der Geiseln und die Zurücknahme der deutschen Unterstützung für die von den USA angeführte Koalition gegen die Terrorbewegung Islamischer Staat (IS) im Nahen Osten.

Abu Sayyaf hatte sich vor einigen Wochen als Unterstützer der IS bezeichnet.

Die deutschen Behörden bestätigen die Existenz der Berichte über Forderungen, lehnte diese aber ab.

Eine Sprecherin des Aussenministeriums sagte, dass die Politik der Bundesregierung nicht durch Drohungen zu beeinflussen sei. Die Unterstützung der kurdischen Peshmerga Kämper werden beibehalten.

Abu Sayyaf ist seit den 90er Jahren aktiv. Es ist eine kleine, aber sehr gewalttätige Touristengruppe auf Mindanao im Süden der Philippinen. Sie wird für Anschläge und Geiselnahmen verantwortlich gemacht.

Quelle: BBC