Yolanda: Rehabilitations-Paket geschnürt

1. August 2014 – Fast neun Monate nach der Naturkatastrophe durch Taifun Yolanda hat die Regierung ein Rehabilitationspaket im Wert von 171 Milliarden Peso geschnürt.

Der 8 000 Seiten starke Plan ist bereits vom Präsidenten genehmigt, so der zuständige Minister Panfilo Lacson.

Er teilte mit, dass der Plan vier Segmente umfasse:

Umsiedlung: 75,6 Milliarden Peso
Infrastruktur: 35,1 Milliarden Peso
Existenzgrundlagen: 33,6 Milliarden Peso
Soziale Dienste: 26,4 Milliarden Peso

Der Minister erwartet die Genehmigung durch den Präsidenten, auch wenn die formale Unterschrift noch fehlt. Der Präsident hatte bereits Teilpläne für die betroffenen Gebiete genehmigt: Tacloban City, Leyte, Samar, Cebu, Iloilo und Eastern Samar.

Ausserdem stünden bereits 137 Milliarden Peso der Gesamtsumme bereit.

Der nächste Schritte sei die Weitergabe der Gelder an die entsprechenden Agenturen, welche dann mit der Umstzung der einzelnen Schritte beginnen könnten.

Der umfassende Plan bearbeite auch grundsätzliche Themen wie Klimaveränderungen, Umweltfragen, Gleichberechtigung und Vorbereitungen für künftige Naturkatastrophen.

Das Paket umfasst folgende Einzepläne: Den strategischen Rahmenplan „Recovery Assistance on Yolanda“ (RAY), die Bewertungen der Zivilschutzbehörde, lokale Wiederaufbaupläne und weitere Aktionspläne.

Die Pläne sollen nach Provinzen umgesetzt werden, um die Bürokratie im Griff zu behalten, so der Minister.

Allerdings gibt es schon länger Kritik, auch von internationalen Hilfsgruppen, an der generell schleppenden Umsetzung von Plänen zur Bewältigung der Katastrophe. Aktuell leben immer noch fast 14 500 Opfer von Yolanda in Zelten.

Die Hilfsagenturen Oxfam, Christian Aid, Handicap International, and Plan International sagten in einer Mitteilung in ihrer Koordinationsgrupp Surge: “Diese Menschen sind erheblichen Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt. Noch immer wissen sie nicht, wo sie leben werden und unter welchen Bedingungen.

Quelle: Rappler