Touristen: Chinesen jetzt vor Japanern

15. August 2014 – In der Rangliste der ausländischen Touristen verdrängen die Chinesen offenbar die Japaner vom dritten Platz.

Die Tourismusbehörde der Philippinen – Department of Tourism (DOT) – informierte über die aktuellen Zahlen und den Ausblick auf das Jahr insgesamt. Demnach werden für dieses Jahr 6,8 Millionen Touristen angepeilt.

Mayon auf Luzon - Bild: D. Oczkowicz

Mayon auf Luzon – Bild: D. Oczkowicz


Der verantwortliche Minister, Ramon Jimenez, informierte auch über die Zahlen für das erste Halbjahr. Demnach besuchten insgesamt 2 433 428 ausländische Gäste die Philippinen.

Obwohl da noch eine Lücke von 4,4 Millionen Touristen bis zum Jahresende klafft, ist der Minister optimistisch: „Das holen wir auf, denn die Zahl der Gäste nimmt normalerweise nochmals deutlich im Dezember zu.“

September bis Dezember sei die Hauptreisezeit, so Jimenez: „Natürlich wird das eng, aber es wird schon klappen.“

Die Euphorie allein hatte allerdings schon im vergangenen Jahre nicht ganz geholfen. Von den angepeilten 5,5 Millionen Gästen wurden letztendlich nur 4,7 Millionen erreicht. Gründe für die Differenz zwischen Erwartung und den finalen Zahlen wurden nicht genannt.
Interessanter waren allerdings die Information, wie sich die Anreisezahlen auf die einzelnen Nationalitäten verteilen.
Trotz der Auseinandersetzungen mit China um Inseln im südchinesischen Meer mit teilweise hörbarem Säbelrasseln, hat die Zahl der chinesischen Touristen im ersten Halbjahr zugenommen.

Und erstmals kamen in den ersten sechs Monaten mehr Chinesen als Japaner ins Land. An der Spitze stehen allerdings weiterhin die Koreaner, gefolgt von den Amerikanern, darunter viele Filipinos mit amerikanischem Pass.

Die Behörden verzeichneten in den ersten sechs Monaten die Ankunft von insgesamt 226 163 chinesischen Touristen, die Japaner lagen mit insgesamt 220,366 Gästen knapp dahinter.

Traumstrasse an der Nordspitze von Luzon - Bild: D. Oczkowicz

Traumstrasse in Nordluzon – Bild: D. Oczkowicz

Im vergangenen Jahr sah die Gesamtverteilung im Tourismusmarkt wie folgt aus: Die Koreaner lagen bei 25 Prozent, gefolgt von den US-Amerikanern (14,4 %), Japanern (9,3 %) und den Chinesen (9,1 %).

Neben den Ballungszentren Manila und Cebu, die allerdings zumeist auch nur Zwischenstation sind, waren natürlich Boracay, Bohol und andere Ziele in den Visayas Ziel der Reisen.

Auf Luzon bzw. in Nordluzon stiessen der Pinatubo Vulkan, die Kordillera mit Sagada, Banaue und den Reisterrassen sowie die alte spanische Kolonialstadt auf Interesse. Viele dieser Ziele werden auch in besonderen Kampagnen beworben.

Schätzungen gehen davon aus, dass ausländische Touristen im vergangenen Jahr rund 190 Milliarden Pesos auf den Philippinen ausgegeben haben.

Im regionalen Markt sahen die Zahlen so aus: 43,7 Millionen Filipinos gaben über eine Billion Pesos bei ihren Reisen im eigenen Land aus.

Quelle: ABS-CBN NEWS