Porac: Neuer Zugang zum Pinatubo

21. August 2014 – Offroad-Enthusiasten in Porac, Pampanga, planen einen neuen Zugang zum Pinatubo Vulkan.

Kratersee des Pinatubo Vulkans aus nördlicher Perspektive

Kratersee des Pinatubo Vulkans aus nördlicher Perspektive

Einige Offroad Clubs haben sich in einem gemeinsamen Projekt mit dem Ziel zusammengeschlossen, südlich von Angeles City einen neuen Zugang zum Pinatubo Vulkan zu ermöglichen.

Zwar gibt es schon Touren aus südöstlicher Richtung, aber diese sind eher beschwerlich und dauern länger.

Bisher werden fast alle Touren über die nördöstliche Route durchgeführt. Von Angeles City aus geht die Fahrt zunächst auf dem MacArthur Highway in Richtung Norden in die Provinz Tarlac.

Dort biegt man südlich von Tarlac in Capas nach Westen ab. Die Strasse führt dabei an Militär Camps und der zentralen Gedenkstätte zum 2. Weltkrieg (Bataan Todesmarsch) vorbei.

Die Strasse schlägt dann einen Haken in Richtung Süden und führt zur Basistation in St. Juliana. Von dort geht es per Offroader und Wanderung hinauf zum Pinatubo. Fast alle Bilder vom Weg hinauf zum Vulkan und dem Kratersee stammen von Wanderungen über diese Route.

Zugang über die Nordroute

Zugang über die Nordroute

Die Route von Porac nimmt den Pinatubo dagegen von südöstlicher Richtung in Angriff. Genau genommen ist das auch logisch, denn der Ort liegt ebenso wie Clark und Angeles City näher am Vulkan.

Allerdings ist der direkte Weg von Angeles aus so gut wie unmöglich, einige Schluchten sind fast unüberwindbar.

Von Porac aus dagegen bieten sich durch Flusstäler und Laharfelder durchaus Möglichkeiten. Es gibt einzelne Anbieter, welche Touren aus dieser Richtung bereits anbieten. Diese dauern aber immer noch deutlich länger als die Route von Norden und sind zumeist mit Übernachtungen verbunden.

Deshalb entscheiden sich viele Touristen für die „eingefahrene“ Route und können den Pinatubo so per Tagestour erwandern.

Was übrigens für den einen oder anderen nicht so sportlichen Touristen immer noch eine Herausforderung sein kann. Bilder von Jollibee gemästeten Manilagruppen mit hochroten Köpfen sind legendär.

Porac als neuer Startpunkt für Touren

Porac als neuer Startpunkt

Die Porac-Initiative will sich offenbar ein Stück vom Touristen-Kuchen sichern. Warum auch nicht, wenn das Angebot interessant und eine Alternative ist. Hintergrund ist wohl auch, dass die starken Männer in der Basisstation der Nordroute die Offroader aus Angeles City und Umgebung fast komplett aus dem Geschäft gedrängt haben.

Zunächst soll ein neuer Trail für die Offroader angelegt werden. Zielort ist eine Gegend unterhalb des Kraters mit Höhlen, Wasserfällen, einer Lagune und viel Natur mit Hirschen und Wildschweinen. Die Gegend soll mit einem Jagdverbot belegt und als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden.

Dort soll die Basisstation mit Hütten und einer soliden Infrastruktur errichtet werden, sie soll Generatoren und eine Wasserversorgung erhalten.

Das alles ist noch auf dem Gebiet der Provinz Pampanga gelegen. Vom Camp dauert der Aufstieg zum Pinatubo dann gut eine Stunde, ähnlich der Route im Norden. Somit wären Tagestouren möglich und damit auch eine völlig neue Perspektive auf den Kratersee, denn die Touren enden am südlichen Teil des Kratersees.

Aber auch dann wird man sich, wie auch die Betreiber der Nordroute aus der Provinz Tarlac erfahren mussten, mit der Provinz Zambales einigen müssen. Auf ihrem Gebiet liegt der Kratersee, der Pinatubo „gehört“ somit der Küstenprovinz.

Blick auf den Pinatubo Krater aus südlicher Richtung

Blick auf den Pinatubo Krater aus südlicher Richtung

Das Philippinen Magazin fragte bei den Machern der Nordroute nach. Dort gibt man sich entspannt, denn man habe die Infrastruktur am Platz, um grössere Gruppen zu bewältigen.

Das spornt die Initiatoren der Südroute wohl nur noch mehr an. Darunter offenbar einige Fahrer, die früher den Pinatubo ansteuerten und dann durch neue Regelungen der Verantwortlichen in St. Juliana ausgesperrt wurden.

Profitieren soll vor allem die Stadt Porac, das Sekretariat des neuen Projekts wird im Porac Tourism Council eingerichtet, das Büro kommt nach Manibaug.

Die Arbeiten haben begonnen und sollen spätestens im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Im Jahr 2016, pünktlich zum 25. Jubliläum des grossen Pinatubo Ausbruchs von 1991, soll die neue Route schon ein etablierter Anziehungspunkt für Vulkantouristen sein. Dann machen die Rundreisen in Nordluzon nicht nur in Vigan und bei den Reisterrassen der Kordillera in Sagada, Banaue und Batad, sondern vielleicht auch in Porac halt.

Redaktion Philippinen Magazin
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