Philippinen verlieren Metereologen an Katar

12. August 2014 – Die philippinische Wetterbehörde Pagasa fordert für 2015 ein höheres Budget, gleichzeitig verlassenen erfahrene Metereologen die Behörde in Richtung Katar.

Bei einer Sitzung des Repräsentantenhauses zum Budget des Wissenschafts- und Technologieministeriums sagte Pagasa-Chef Vic Malano, dass für das nächste Jahr ein Budget von 3,4 Milliarden Peso geplant sei.

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Der Grossteil dieses Geldes müsse in neue Ausrüstung, Kommunikationstechnik und vor allem neue Mitarbeiter investiert werden.
Nur so könne die Fähigkeit der Behörde beibehalten werden, auch künftig Wettersysteme erkennen und einschätzen zu können.

Das Budget legt eindeutig einen Schwerpunkt auf Radar, Kommunikations- und Computerausrüstung. 300 Millionen Pesos sollen in Dopplerradars investiert werden, gut 1,8 Milliarden Peso in Kommunikationstechnologie.

Für Kapitalaufwendungen seien 2,4 Millionen Peso veranschlagt, für Wartung 545 Millionen und für Personalaufwand 434 Millionen Pesos.

Insgesamt würde das einer Steigerung von 176 Prozent im Vergleich zu diesem Jahr bedeuten, da standen Pagasa 1,3 Millionen Pesos zur Verfügung.

In den vergangenen Tagen war die Gehaltspolitik von Pagasa wieder zum Thema geworden. Offenbar sind Mitarbeiter nicht nur mit der Vergütung unzufrieden, sondern erhalten auch zugesicherte Leistungen wie Bonuszahlungen nicht.

Es wird vermutet, dass dies auch ein Grund für die fortschreitende Abwanderung von efahrenen Metereologen ist. Im Mai gingen erneut drei altgediente Mitarbeiter.

Zwei waren Metereologen und einer ein Kommunikationsingenieur. Alle drei gingen zur Wetterbehörde des Emirats Katar und erhalten dort ein Vielfaches ihrer bisherigen Vergütung.

Die Unterbezahlung der philippinischen Metereologen steht im krassen Gegensatz zur Bedeutung ihrer Aufgaben. Sie arbeiten in einem Land, welches im Jahresverlauf weltweit mit die höchste Frequenz an Wirbelstürmen (Taifunen) zu verzeichnen hat. Viele der Taifune überqueren die Visayas oder Luzon, bevor sie nach Nord-Nordost abdrehen.

Quelle: Sunstar