Pacquiao will Akademie in China starten

29. August 2014 – Der philippinische Boxchampion Manny Pacquiao will eine Akademie in China starten.

Pacquiao ist davon überzeugt, dass bei einer Bevölkerung von 1,4 Milliarden Menschen auch professionelle Weltmeister im Faustkampf gefunden werden könnten.

Der Boxer war auf Tour in Shanghai, um seinen Kampf am 22. November in Macao gegen Chris Algieri zu bewerben. Er wird seinen WBO Titel im Weltergewicht verteidigen, nachdem er die Krone in einem Wiederholungskampf gegen Timothy Bradley im vergangenen Jahr zurückgeholt hatte.

Manny Pacquiao

Manny Pacquiao

Pacquiao sagte, er sei eine Partnerschaft mit einer chinesischen Firma und der chinesischen Regierung eingegangen, um ein Trainingsinstut im Reich der Mitte aufzubauen.

Die Schule soll seinen Namen tragen und ihr Image vom Gewinn seiner insgesamt acht Weltmeistertitel profitieren.

Die erste Schule ist in der Hauptsstadt Peking geplant, bevor weitere Trainingsakademien in weiteren Städten eröffnet werden, so der 35jährige Pacquiao.

China hat zwar durchaus erfolgreiche Boxer und sogar olympische Champions im Amateurbereich vorzuweisen.

Im Profibereich allerdings konnte sich bisher keiner der chinesischen Boxer durchsetzen.

Pacquiao, der auch Kongressabgeordneter ist, sagte, dass seine neuen Engagements in China auch eine Chance für die philippinisch-chinesischen Beziehungen seien. Er möchte seinen Beitrag zu einer Annäherung leisten.

Die beiden Länder sind in einem verbissenen Disput über Inseln und Territorien im südchinesischen Meer, welches von Politikern des Inselstaats gerne als westphilippinisches Meer bezeichnet wird.

Weil die chinesische Regierung in seinem Projekt involviert ist, glaubt Pacquiao an positive Impulse für die Beziehungen der beiden Länder. Er selbst wolle möglichst jeden Monat, mindestens aber alle drei Monate in Peking sein, um seine neue Akademie aufzubauen.