Liebesakt und Kampf: Philippinische Krokodile in Australien

15. August 2014 – Zwei philippinische Krokodile mussten im Zoo von Darwin nach dem erfolgreichen Liebesakt getrennt werden.

Das weibliche und männliche Krokodil aus den Philippinen wurden im Zoo der nordaustralischen Stadt in verschiedene Käfige platziert, weil sie sonst aufeinander losgegangen wären.

Crocodylus Park Darwin

Crocodylus Park Darwin

Der bekannte Crocodylus Park hatte die Vertreter der Gattung crocodylus mindorensis frisch aus dem Ei geschlüpft vor einigen Jahren von den Philippinen nach Australien gebracht.

Die Tiere gelten als extrem aggressiv und nur bei Liebesakt kommt eine gewisse Harmonie auf. Danach allerdings schlägt die Natur des Reptils wieder durch und was vorher war, ist vergessen. Dann setzt wieder der Kampf ums Überleben ein.

Von der seltenen Gattung gibt es wohl nur noch 100 Exemplare insgesamt, der Zoo in Darwin versucht die Art zu erhalten.

Es handelt sich um ein Süsswasser Krokodil, welches nur auf den Philippinen heimisch ist. Der Zoo hatte die Exemplare sehr klein erhalten und über Jahre herangezogen. Jetzt wurden sie erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Auf den Philippinen heimisch: Crocodylus Mindorensis

Auf den Philippinen heimisch: Crocodylus Mindorensis

Das männliche Krokodil hat eine Grösse von 1,5 Metern, das Weibchen kommt auf 1,2 Meter. Obwohl diese Gattung nicht besonders gross wird, gelten sie als sehr aggressive Vertreter ihrer Art. Sogar die gefürchteten Salzwasserkrokodile sind offenbar vergleichsweise angenehm.

Graham Webb, Chef des Crocodylus Parks, betonte, dass auch die Aggressivität gegeneinander ein besonderer Faktor sei. Webb hob die Erfahrung seines Zoos im Aufzug von Reptilien hervor und ist zuversichtlich, das auch seine philippinischen Gäste eine Zukunft vor sich haben, trotz ihres besonderen Benehmens.

Er peilt für die Tiere eine Rückkehr in ihre natürliche Umgebung ‚irgendwann‘ an, sieht aber aktuell nicht die Voraussetzungen und Bedingungen auf den Philippinen dafür.

Zwar gebe es die Krokodilfarm in Palawan, aber trotzdem sei noch viel Aufklärungsarbeit nötig, um ein Verständis für die Aufzucht von Reptilien in Gefangenschaft zu vermitteln. Nur wenn das Tier im Mittelpunkt stehe, würden auch Geschäftsmodelle und Tourismus rund um das Reptil funktionieren.

Das bisher grösste gefangene Salzwasserkrokodil war auf den Philippinen leider vor einiger Zeit in Gefangenschaft gestorben, wir berichteten.

Quelle: International Business Times