Mehr Filipinos bezeichnen sich als „arm“

28. Juli 2014 – Mehr Filipinos bezeichneten sich im zweiten Quartal 2014 als „arm“, so eine heute veröffentlichte Studie.

Arm oder nicht? Reisanbau in Nordluzon

Arm oder nicht? Reisanbau in Nordluzon

Dieses Ergebnis widerspricht dem von der Regierung immer wieder betonten Trend, wonach die Philippinen wirtschaftlich wachsen und mehr Filipinos davon profitieren. Kritiker sagen dazu, das Wachstum käme nur den etablierten Familienclans und einer kleinen Mittelschicht in den Ballungszentren zugute.

Die Zahlen des Untersuchungsinstituts Social Weather Stations (www.sws.org.ph) wurden kurz vor der Rede des Präsidenten zur Lage der Nation (State of the Nation Address) am heutigen Montag veröffentlicht. Der Präsident sieht sich aktuell erheblichen innenpolitischen Angriffen ausgesetzt, es geht um die Verwendung von öffentlichen Geldern.

Die Untersuchung wurde vom 27. bis 30. Juni durchgeführt und zeigt, dass die Zahl der Familien welche sich als „arm“ bezeichnen im Vergleich zum ersten Quartal von 11,5 auf 12,1 Millionen anstieg.

Die philippinische Statistikbehörde (Philippine Statistics Office) bezeichnet offiziell Familien unter einem Jahreseinkommen von 16 841 Pesos als arm, das sind rund 285 Euro.

Die Behörde veröffentlichte in der Vergangenheit Zahlen, wonach in 2012 der Anteil der Menschen unter der Armutsgrenze von 21 auf 19,7 Prozent zurückging, aktuellere Zahlen liegen dazu nicht vor.

Quelle: Straites Times