Japan hilft Reisterrassen in Nordluzon

22. Juli 2014 – Eine japanische Initiative will einen Beitrag zum Schutz der weltbekannten Reisterrassen in der Kordillera in Nordluzon leisten.

Der Gouverneur der Provinz Ifugao – Dennis Habawel – sagte, dass zu den traditionellen Massnahmen der Instandhaltung der geschichtlich und kulturell wertvollen Reisterrassen jetzt auch etwas Hilfe aus Japan hinzukomme.

Bis heute haben bereits 25 junge Ifugaos ein Stipendium zum Studium in Fächern mit Bezug zum Reisanbau erhalten. Dabei hat sich die Provinz Ifugao mit Partnern auf der japanischen Halbinsel Noto zusammen geschlossen. Auch dort betreiben engagierte Farmer ein Programm zur Vermittlung der Reisanbautechniken an junge Menschen.

Reisterrassen in der Kordillera - Nord Luzon

Reisterrassen in der Kordillera – Nord Luzon

Habawel: „Unsere japanischen Partner haben die gleichen Probleme wie wir: Junge Menschen verlassen die Reisanbaugebiete für besser bezahlte und einfachere Jobs in der Stadt“. Daher sei das Satoyama Master Programm ins Leben gerufen worden: Ein drei Jahre dauerndes Studium mit einem Abschluss in den Techniken der Konservierung von Reisterassen.

Mit Hilfe dieser Programme wurden auch neue Techniken entwickelt und der Anbau der Sorte Japonica Short Grain sogar aus Platzmangel auf steilere Hänge ausgedehnt.

Für das gemeinsame Programm mit den Farmern in der Kordillera hat die Japan International Cooperating Agency jetzt ein Budget von 10 Millionen Pesos zur Verfügung gestellt. Das spezielle Sayotama Programm wird gemeinsam mit der Provinzregierung von Ifugao, der Philippines Open Universität und der Ifugao State Universität aufgesetzt.

Reisterrassen in der Kordillera - Nord Luzon

Reisterrassen in der Kordillera – Nord Luzon

Bis zu 30 Stipendien soll in der ersten Runde der Ausbildung vergeben werden, so Habawel. „Wir erhoffen uns dadurch einen positiven Beitrag zur Konservierung des Weltkulturerbe Reisterrassen.“ Auch für den Tourismus sei die Erhaltung wichtig, denn viele Gäste legten auf ihrer Rundreise durch Nordluzon einen mehrtägigen Aufenthalt in den Reisterrassen der Kordillera ein.

Deshalb werden auch Fragen der Vermarktung und Einrichtung von geeigneten Aussichtspunkten in die Ausbildung integriert, wie auch Kenntnisse über die traditionelle Küche der Region.

Die Reisbauern streben ausserdem eine gezielte internationale Vermarktung der Reissorte Tinawon an, Verbindungen mit Exportfirmen wurden geknüpft. Besonders Bioprodukte haben auf dem internationalen Markt guten Chancen und erzielen höhere Margen.


Quelle: http://manilastandardtoday.com/2014/07/18/japan-offers-help-for-rice-terraces/