EU verdoppelt Entwicklungshilfe auf 325 Millionen Euro

30. Juli 2014 – Die Europäische Union (EU) wird ihre Entwicklungshilfe für die Philippinen auf 325 Millionen Euro verdoppeln.

Damit sollen demokratischen Strukturen, Wirtschaftswachstum, nachhaltige Energiegewinnung und die Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützt werden, so die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, bei ihrem Besuch in Manila.

Ashton und der philippinische Aussenminister Albert del Rosario sagten in einer gemeinsamen Pressekonferenz ausserdem, dass Manila und Brüssel ihre Handels- und Investmentbeziehungen stärken wollen.

Europäische Union

Die EU ist der weltweit drittstärkste Handelspartner der Philippinen, der Umfang lag in 2013 bei rund 11 Milliarden Euro.

„Wir hatten bereits starke Beziehungen im Bereich der Entwicklungshilfe und wir werden unsere Unterstützung in den kommenden sechs Jahren auf 325 Millionen Euro verdoppeln“, so Ashton, die auch die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission ist.

Aussenminister Rosario hob seinerseits hervor, dass die EU der grösste Investor auf den Philippinen sei. Mit 10,2 Millionen Euro zeichnete die Staatengemeinschaft für rund ein Drittel aller Investitionen auf den Philippinen verantwortlich.

Rosario: „Wir waren uns einig, dass angesichts der starken Wachstumsraten, besseren Ratings und der nachhaltigen Politik des philippinischen Präsidenten der Zeitpunkt für weitere Investitionen günstig ist.“

Ashton sagte ausserdem, dass die EU im Falle der Philippinen sich nicht nur auf Handelsbeziehungen konzentriere, sondern auch auf die Bewältigung von Naturkatastrophen, neben anderen politischen Themen.

EU Botschafter Guy Ledoux äusserte die Meinung, dass die Philippinen wieder auf der Landkarte der verantwortlichen europäischen Politiker seien. In den vergangen 12 Monaten hätte drei Kommissare das Land besucht.

Ledoux: „In der vergangenheit war das anders, aber jetzt ist das Interesse wieder da. Berichte über Wirtschaftswachstum und stabile politische Verhältnisse waren gute Nachrichten für europäische Politiker und Geschäftsleute.“

Ein grosser Erfolg sei dabei die Aufhebung des Flugverbots für philippinische Fluggesellschaften in Europa gewesen, die Zahl der direkten Flüge habe dadurch zugenommen.

In 2013 kamen 376 000 Touristen aus der Europäischen Union auf die Philippinen, Damit ist Europa der fünfstärkste Markt im Tourismus.

Quelle: Manila Standard