Pork: Revilla inhaftiert, andere stellen Kaution oder flohen ins Ausland

21. Juni 2014 – Senator Ramon ‚Bong‘ Revilla Jr. stellte sich gestern selbst dem Sandiganbayan und verbrachte seine erste Nacht im Gefängnis der Philippine National Police (PNP) in Camp Crame (Quezon City).

Revilla (47) wurde damit zum ersten Senator, der im Zusammenhang mit dem 10-Milliarden Pesos Porkbetrug inhaftiert wurde. Die beiden mitangeklagten Senatoren Juan Ponce Enrile und Jose ‚Jinggoy‘ Estrada, werden wahrscheinlich in der nächsten Woche Revillas Verhaftung folgen.

In einer eilig einberufenen Pressekonferenz in seiner Residenz in Cavite, bekräftigte Revilla seine Unschuld gegen die erhobenen Vorwürfe und sagte, er habe keine Angst davor sich dem Gericht zu stellen.

Anschließend besuchte Revilla seinen kranken Vater, den ehemaligen Senator Ramon Revilla Sr., um sich von ihm zu verabschieden. Er küsste seinen Vater auf die Stirn nach einem kurzen Gespräch, war aber unfähig, seine Tränen zurückzuhalten. Sein Vater gab ihm noch den Rat mit auf den Weg, stark zu bleiben, da „Gott auf seiner Seite ist.“

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Zwei Kinder der sogenannten „Pork Barrel Queen“ Janet Lim Napoles, kamen gestern ebenfalls zum Sandiganbayan, nachdem sie zusammen mit vielen weiteren angeklagt wurden. Laut einem Bericht sollen Jo Christine und Christopher James jeweils 450.000 Pesos Kaution hinterlegt haben. Sie wurden in 15 Fällen der Korruption angeklagt.

Anstelle von Bargeld, hinterlegten die zwei Napoles Geschwister ihre Kaution jedoch in Form von Bürgschaften ihrer Lebensversicherungen. Viele ihrer Mitangeklagten, wie z.B. Fernando Ramirez, Nitz Cabilao, Renato Ornopia, Jesus Castillo oder Dorilyn Fabian, stellten ebenfalls vor dem Sandiganbayan eine Kaution.

Zwei der Angeklagten haben sich jedoch bereits ins Ausland abgesetzt, wie das ‚Bureau of Immigration‘ (BI) bestätigte. Die BI-Sprecherin Elaine Tan sagte, dass zwei Beschuldigte – Antonio Ortiz und Renato Ornopia – das Land vor der Ausstellung einer Hold Departure Order (HDO) verlassen hätten. Allerdings berichtete das BI auch, dass der Bericht noch nicht endgültig sei, da die Behörde noch immer ihr System überprüfe, um festzustellen, ob die Betroffenen wirklich das Land verlassen hätten.

„Die Namen selbst sind nicht ausreichend, um eine Person vollständig und mit Sicherheit zu identifizieren.“, sagte Tan. Die Überprüfung sei durch das Fehlen von Geburtsdatum und Mittelnamen in der HDO erschwert worden. Auch gebe es Fälle, in denen der Name der HDO nicht mit dem Namen im Reisepass der Person übereinstimme.


Quellen u.a.: http://www.abs-cbnnews.com/nation/06/20/14/2-respondents-pork-barrel-case-no-longer-ph
und http://www.abs-cbnnews.com/nation/06/20/14/napoles-kids-also-post-bail
und http://www.tempo.com.ph/2014/06/revilla-yields-lands-in-jail