Inflation steigt – Ende des „Wirtschaftsbooms“?

29. Juni 2014 – Der jüngste Preisanstieg der Nahrungsmittel, beschleunigte die Inflation im Juni erheblich, die damit auf den Höchststand seit Oktober 2011 kletterte, berichtete die ‚Bangko Sentral ng Pilipinas‘ am Samstag.

Demnach wird in diesem Monat die Inflation voraussichtlich in einem Bereich zwischen 4,1 und 5,0 % liegen. Hierfür verantwortlich seien der Preisanstieg bei Grundnahrungsmittel wie Reis und Fleisch, die erhöhten Schul- und Studiengebühren sowie die vorläufige Fahrpreiserhöhung. Allerdings beinhalte diese Inflationsschätzung noch keine mögliche Erhöhung der Strompreise und keine Währungsschwankungen.

Die Inflationsrate habe bereits im Mai bei 4,1% gelegen und somit den offiziellen Zielbereich des Jahres 2014, der mit 3% – 5% angegeben wurde, in der Mitte überschritten.

Laut dem ‚Trade Union Congress of the Philippines‘ (TUCP), sollte die erhöhte Inflationsprognose die Regierung Aquino dazu anspornen, die wichtigsten Wirtschaftsfragen mit höherer Priorität anzugehen. Der Leiter der TUCP Louie Corral sagte, während des kürzlich abgehaltenen Weltwirtschaftsforums in Manila, wollten sich die Philippinen als das jüngste asiatische Wirtschaftswunder präsentieren, jedoch außerhalb des Geschehens gab es mehrere Faktoren, die den wirtschaftlichen Aufschwung widerlegten.

„Wenn Sie ein ausländischer Geschäftsmann wären, würden Sie in einem Land investieren, dessen Stromkosten so hoch wie in Deutschland sind?“, fragte Corral und ergänzte, dass der Strom in Deutschland rund 34 US-Cent pro Kilowattstunde kostet und somit nur unwesentlich höher liegt, als in den Philippinen mit 33 US-Cent.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2014/06/29/cost-of-living-rises-with-food-price-spikes-bsp/