Britischer Tourist seit 6 Wochen wegen offener Rechnung im Krankenhaus festgehalten

1. Apr. 2014 – Ein britischer Vater von drei Kindern wird in einem Krankenhaus in den Philippinen festgehalten, weil er nicht in der Lage ist, seine Krankenhausrechnungen zu begleichen.

George ‚Dougie‘ Keiller (59) kollabierte am 11. Februar aufgrund einer „chronisch obstruktiven Lungenerkrankung“ (Raucherlunge) auf der letzten Etappe seiner Urlaubsreise in die Hauptstadt Manila.

Er wachte sechs Tage später wieder auf. Jetzt liegt er nach sechs Wochen noch immer im Krankenhausbett und darf das Krankenhaus nicht verlassen, weil er seine Rechnung nicht bezahlen kann, die inzwischen 4.000 Brit. Pfund (4.850 Euro) erreichten.

Die Ärzte des ‚Polymedic General Hospital‘, in Cagayan De Oro City in Mindanao, fordern für seine Entlassung aus dem Krankenhaus eine Bezahlung von mindestens der Hälfte seiner aufgelaufenen Rechnungen, berichtet der Tourist.

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Keiller sagte: „Nach mehr als sechs Wochen, bin ich jetzt nur noch verzweifelt und habe keine Ahnung wie dieser Alptraum endet.“

Der aus von Clackmannanshire (Schottland) stammende Tourist, wurde an eine lebenserhaltende Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, wenige Stunden nach dem er in den Philippinen ankam. Seine chronische obstruktive Lungenerkrankung verursachte eine Verengung der Atemwege, was ihn umwarf.

Er erinnerte sich später: „Ich wachte im Krankenhaus auf und wusste nicht, was mir passiert war. Ich erinnere mich noch immer nicht daran, was passierte, nachdem ich China verlies. Ich weiß nur, dass ich leichte Schwierigkeiten mit meiner Atmung hatte, als ich landete. Aber als ich das Flugzeug nach Manila bestieg, fühlte ich mich absolut in Ordnung.“

Jedenfalls kollabierte er bei Ankunft in der philippinischen Hauptstadt, wo er seine Freundin Evangeline Go (54) treffen wollte. Doch er wurde anschließend in das private ‚Polymedic Hospital‘ nach Cagayan überstellt und an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen.

„Es dauerte sechs Tage, bevor mir klar wurde, was passiert war.“, sagte Keiller. „Ich wurde damals wegen Fieber und einer Lungenentzündung behandelt. Ich habe diese Krankheit seit 10 Jahren, aber ich bin ohne Probleme vier oder fünf Mal in den letzten fünf Jahren geflogen.“

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„Die Krankheit brachte mich im vergangenen Jahr zweimal ins Krankenhaus. Also fragte ich die Ärzte, ob ich meine Reise absagen sollte. Doch sie sagten mir, es gäbe keinen Grund für mich, dies zu tun, da es unwahrscheinlich sei, dabei Probleme zu bekommen.“

Mit dem grünen Licht der Ärzte, ging der ehemalige Busfahrer zu seiner RBS (Royal Bank of Scotland), um eine Reiseversicherung zu erhalten. Diese sei ihm kostenfrei angeboten worden, da er Inhaber eines „Royalties Gold Kontos‘ sei.

Keiller, der Behindertenbeihilfe erhält, behauptete weiter: „Alles, was ich tun sollte war eine Telefonnummer auf einem Merkblatt anzurufen. Ich rief diese Nummer an und erhielt eine weitere Kontaktnummer, die ich anrufen sollte, falls ich im Ausland irgendwelche Probleme bekommen sollte. Das war alles, was ich bekam. Keine Bedingungen, keine Fragen. Man sagte mir, das ist bereits alles, was ich zum Reisen benötige.“, ergänzte er.

Nach sechs Tagen an der Herz-Lungen-Maschine, behauptete Keiller, die Nummer angerufen zu haben. Drei Wochen später, erfolgte die Ablehnung der Zahlung durch die RBS, da er versäumt hätte, sie über seine bereits bestehende Lungenerkrankung zu informieren.

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Seitdem wird er im Krankenhaus festgehalten, da ihm die 2.000 Pfund (2.420 Euro) für die Entlassung fehlen, eine Rechnung, die täglich um weitere 150 Pfund (180 Euro) anwächst. Keiller hat bereits 1.300 Pfund aufgetrieben, aber es bleiben immer noch fast 1.000 Pfund, die fehlen.

„Ich bin jetzt auf Spenden angewiesen und bete, dass diese bald eintreffen.“, sagte Keiller. „Solange ich nicht das Geld habe, bleibe ich praktisch ein Gefangener des Krankenhauses. Vielleicht kann mir jemand ein Darlehen geben. Ich wäre so dankbar dafür und würde auch niemanden hängen lassen, sofern ich mir die Rückzahlung leisten kann.“

„Ich bin hier zu tiefst erschrocken. Es gab Zeiten, in denen ich bereits befürchtete, dass ich nicht mehr lebend das Krankenhauses verlassen werde. Ich bin jetzt nur noch verzweifelt von diesem Alptraum.“, ergänzte er.

Ein RBS-Sprecher bestätigte, dass sich die Bank der Situation von Mr. Keiller bewusst sei und versprach seinen Fall zu prüfen.

Der Sprecher der britischen Botschaft meinte: „Uns ist der Fall des Krankenhausaufenthalts eines Briten in den Philippinen bekannt. Wir bieten ihm konsularische Hilfe.“


Quelle u.a.: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2592660/Father-stranded-Philippines-hospital-SIX-WEEKS-RBS-wont-pay-4-000-medical-bill.html