Nach Eraps Entschuldigung hebt Hongkong Sanktionen gegen PH auf

24. Apr. 2014 – Hongkong hebt die diplomatischen Sanktionen gegen die Philippinen auf, nach dem der ehemalige Präsident und amtierende Bürgermeister Manilas, Joseph Estrada, sich mit Hongkongs Leung Chun-ying traf und eine offizielle Entschuldigung übergab, erklärten gestern Vertreter beider Seiten.

„Es war eine sehr fruchtbare und erfolgreiche Lösung des Falls.“, sagte Estrada in einem Interview via Telefon aus Hongkong. „Unsere Beziehungen mit Hongkong sind jetzt wieder normal und ich verspreche von unserer Seite, dass alle Hongkong Touristen unter meiner Aufsicht geschützt sind.“

„Die Lösung des Vorfalls ermöglicht eine Normalisierung der bilateralen Beziehungen zwischen Hongkong und den Philippinen.“, sagte Leung gegenüber Reportern nach der Einigung. „Die vier Forderungen der Opfer und ihrer Familien auf Entschuldigung, Entschädigung, Bestrafung der verantwortlichen Personen und Maßnahmen zum Schutz der Touristen wurden vereinbart und umgesetzt.“

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Die Erklärungen erwähnen zwar nicht die Höhe der Entschädigung, jedoch berichtet das Fernsehen in Hongkong, dass die Philippinen für jeden Getöteten 1,5 Millionen HK$ (140.000 Euro) und für jeden Verletzten 3 Millionen HK$ (280.000 Euro) bezahlen, was einer gesamten Entschädigung von 20 Millionen HK$ entspricht.

Die Vereinbarung kam zu Stande, nachdem Hongkongs Leung Manilas Estrada empfing, trotz diplomatischer Sanktionen gegenüber den Philippinen im vergangenen Februar, die den Druck auf die philippinische Regierung erhöhte, um eine angemessene Antwort auf die Tragödie vom Jahr 2010 zu erhalten.

Hongkong war auf die Reaktion der Philippinen auf den Vorfall von 2010 wütend, als ein ehemaliger Polizeibeamter einen Bus in Manila entführte, aus Protest auf seine Entlassung aus der Polizei. Acht Hongkong-Touristen wurden dabei getötet und sieben weitere verletzt, bei der total verpfuschten Rettungsaktion durch philippinische Sicherheitskräfte.

Der Vertreter der Geschädigten, James To Kun-sun sagte nach dem Agreement, die Entschädigung sei „angemessen und tragbar“, sie sei aber Bestandteil einer vertraulichen Vereinbarung, die Estrada und seine Delegation aus Manila offiziell präsentierten und unterzeichneten.

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Vor seiner Abreise nach Hongkong, hatte Estrada gesagt, dass seine Reise das Ergebnis „gemeinsamer Anstrengungen“ der nationalen Regierung sei. Jedoch dementierte Malacañang die offizielle Kenntnis über die Reise, die sie als „Bürgermeister Estradas Initiative“ deklarierte.

Minister Almendras setzte dem die Krone auf, indem er am Dienstag Morgen behauptete, nicht mit Estrada nach Hongkong zu fliegen, aber dabei die Tatsache unterschlug, dass er zur gleichen Zeit zum selben Ziel aufbrach.

Präsident Aquino hatte sich konsequent geweigert, sich für den Vorfall zu entschuldigen. Er hatte zwar Fehler in den Rettungsbemühungen eingeräumt, aber eine Entschuldigung im Namen der Regierung abgelehnt, da er stets behauptete, dass der Entführer für die Krise verantwortlich sei und nicht die Regierung.

Aquinos sture Ablehnung einer Entschuldigung war denn auch der Auslöser für Hongkong, Sanktionen im Februar gegen die Philippinen zu verhängen. Wie auch immer, Hongkong hat sein „Reiseverbot“ nun aufgehoben und ist willens nach den Zusicherungen der Philippinen, zur Normalität zurückzukehren.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2014/04/24/erap-delivers-as-hk-lifts-sanctions/