Start eines „El Niño“ immer wahrscheinlicher

16. Apr. 2014 – Die Wetterbehörde der UN warnte gestern, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, in diesem Jahr ein „El Niño“-Klimaphänomen zu erleben, das Dürren in die Pazifik Region bringt und starke Regenfälle in die restliche Welt.

Die ‚World Meteorological Organization‘ (WMO) meldete, dass ihre Wettermodelle eine „ziemlich großes Potenzial für einen El Niño signalisierten, der zum Ende des zweiten Quartals 2014 beginnen könnte.“

„Falls sich ein El Niño Phänomen entwickelt, wird es Temperaturen und Niederschläge beeinflussen und zu Dürren und starken Regenfällen in unterschiedlichen Regionen der Welt führen.“, sagte WMO-Chef Michel Jarraud. Für die Philippinen würde dies heiße Temperaturen und geringe Regenfälle bedeuten.

Das El Niño Phänomen tritt alle 2 bis 7 Jahre auf, wenn die vorherrschenden Passatwinde, die das Oberflächenwasser im tropischen Pazifik zirkulieren lassen, sich abschwächen.

Die WMO wies darauf hin, dass seit Februar sich die Passatwinde bereits abgeschwächt hätten und dies zu einer deutlichen Erwärmung des Wassers unter der Oberfläche des zentralen Pazifiks führte.

Zwar gäbe es keine Garantie dafür, dass diese Situation tatsächlich zu einem El Niño führe. Jedoch je länger die Passatwinde abgeschwächt blieben und die Oberflächentemperaturen des Wassers deutlich wärmer als im Durchschnitt lägen, desto höher wird dann auch die Wahrscheinlichkeit für einen El Niño, hieß es.

Zwei Drittel der Klimamodelle prognostizierten, dass das Phänomen irgendwann zwischen Juni und August beginnen würde, wovon sogar einige den Beginn bereits im Mai sahen.

Der letzte El Niño trat zwischen Juni 2009 und Mai 2010 auf.

Ihm folgt oft eine Pendelreaktion mit der „La Niña“, die durch ungewöhnlich kühle Meeresoberflächentemperaturen im zentralen und östlichen tropischen Pazifik gekennzeichnet ist.


Quelle u.a.: http://www.rappler.com/science-nature/55574-el-nino-climate-drought