Yolanda-Opfer sollen „Lobeshymnen“ auf die Regierung unterschreiben

9. März 2014 – Im Gegensatz zu ähnlichen Programmen ausländischer Organisationen, ist das sogenannte ‚Cash-for-Work‘-Programm des Sozialministeriums nicht erfolgreich. Nur 16.000 Yolanda-Opfer konnten davon profitieren und das auch nur 10 Tage lang, während Hunderttausende auch weiterhin hungrig und arbeitslos bleiben.

Aber noch schlimmer sei, laut Angaben der Benediktinernonne Edita Eslopor, dass Sozialministerin Corazon Soliman die Opfer stattdessen dazu nötige, vorbereite „Lobeshymnen“ auf die Regierung zu unterschreiben, die dieser und dem Sozialministerium einen erfolgreichen Umgang mit der Yolanda-Krise bescheinigten.

„In einigen Fällen wurden die Opfer sogar mit 1.200 Pesos für ihre Unterschrift bestochen, um die Zufriedenheit mit den Leistungen des DSWD (Sozialministerium) zu belegen.“, sagte Eslopor, eine der Teilnehmerinnen der ‚People Surge‘ Bewegung, die sich in Folge der Katastrophe bildete.

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Aber Regierungssprecher Herminio Coloma wiederholte gebetsmühlenartig, die Regierung Aquino sei auch weiterhin entschlossen, den Wiederaufbau in den von Yolanda betroffenen Gebieten durchzuführen und appellierte an alle Beteiligten, zusammen zu arbeiten.

Coloma verteidigte die Hilfsmaßnahmen durch Sozialministerin Soliman, in den von der Katastrophe betroffenen Gebieten. Die Menschen sollten sich stattdessen an das Ausmaß des Taifuns Yolanda erinnern, bei dem insgesamt 17 Millionen Menschen in 44 Provinzen und 171 Städten betroffen waren.

Jedoch verwies Eslopor darauf, dass Soliman versuchte, den Eindruck „glücklicher Opfer“ zu erwecken, die mit der Bewältigung der Krise durch die Regierung zufrieden seien. „Doch wie können die Überlebenden glücklich sein, wenn selbst die Aufzeichnungen der Regierung etwas anderes zeigen?“

„Da draußen leiden und sterben die Menschen und hier wedelt Dinky Soliman mit Papieren, die besagen, dass jeder glücklich ist. Was genau will sie eigentlich, außer ihre eigene Haut zu retten, statt sich um das Leben vieler Menschen zu kümmern.“, sagte die Nonne.

DKB-Partnerprogramm

Weiter sagte sie, das DSWD sollte auch für die fehlende Unterstützung der Opfer von Taifun Pablo im Dezember 2012 haftbar gemacht werden und der mangelhaften Hilfsleistung beim Erdbeben in Bohol im Oktober 2013.

Die ‚People Surge‘-Bewegung ergänzte, Soliman muss damit aufhören, die Yolanda-Opfer für ihre politische Karriere zu missbrauchen. „Wenn Soliman es nicht kann, dann muss sie zurücktreten.“

PR-Mann Coloma behauptete hingegen, die Regierung Aquino habe nicht ihr Gespür für die Priorisierung verloren und werde den Wiederaufbau wie bisher weiter betreiben.

„Wir brauchen eine größere Zielstrebigkeit. Wir rufen jeden dazu auf, uns zu helfen. Es sollte enger zusammengearbeitet werden.“, sagte er und fügte hinzu, dass zivile Organisationen und Privatpersonen, ebenfalls mithelfen sollten.

„Wir sind weiterhin für jede Anregung und jeden Vorschlag offen, wie wir unsere Wiederaufbaubemühungen verbessern können.“, meinte der PR-Mann.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2014/03/09/dinky-s-tactics-hit/