Tollwut-Bekämpfung: 200 unnötige Todesfälle jährlich

11. März 2014 – Die Philippinen planen 7 Millionen Hunde innerhalb der nächsten beiden Jahre zu impfen, um ihren Ruf als eine der weltweit anfälligsten Nationen für Tollwut zu beenden, meldete gestern das Gesundheitsministerium.

Mindestens 70% der 10 Millionen Hunde im Land will man somit gegen das Tollwutvirus immunisieren, hofft zumindest das Ministerium. Damit soll dann gleichzeitig die Krankheit als Todesursache für Menschen bis zum Jaht 2016 verschwinden, was 4 Jahre früher sei als ursprünglich geplant war.

„Das Ziel ist es, so viele Hunde als möglich zu impfen.“, sagte Raffy Daray, der Leiter des nationalen Tollwut-Bekämpfungsprogramms.

Die Krankheit wird primär durch Bisse infizierter Tiere übertragen und fordert jährlich mehr als 200 Menschenleben in den Philippinen, nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation und des philippinischen Gesundheitsministeriums.

Dies platziert die Philippinen in die Top-10-Länder weltweit, in Bezug auf das Vorkommen von Tollwut. Die Tollwut bleibt damit laut WHO ein großes Risiko für den Menschen in den meisten Ländern Asiens und Afrikas.

Dabei kostet die Immunisierung eines Hundes nur etwa 20 Pesos, wenn der Impfstoff in großen Mengen gekauft wird. Im Gegensatz dazu kostet die Behandlung einer infizierten Person schnell 5.000 Pesos.

Das Gesundheitsministerium ist jedoch der Meinung, dass eine vollständige Ausrottung der Tollwut nicht möglich sei, da sie unter den frei lebenden Wildtieren auch weiterhin auftrete.


Quelle u.a.: http://www.rappler.com/nation/52654-end-rabies-deaths-vaccines