Sektenmitglieder zerstören durch Feuer Naturschutzgebiet am Mt. Banahaw

22. März 2014 – Die Regierung prüft eine komplette Schließung des ‚Mount Banahaw‘, nachdem ein Feuer rund 50 Hektar Wald und Grünland in dem Nationalpark und Naturschutzgebiet zerstörte, erklärte der Minister für Umwelt und natürliche Ressourcen (DENR) Ramon Paje gestern.

Das Feuer brach am Mittwoch am Mt. Banahaw aus und wurde glücklicherweise von Regenfällen am Donnerstag wieder gelöscht. Rettungsteams suchen weiterhin noch nach sechs Personen, die in dem Park als vermisst gemeldet wurden. Fünf andere Personen konnten gerettet werden, darunter ein siebenjähriges Mädchen, die auf den Berg kletterten, entgegen des Verbots durch die Umweltbehörde.

„Das DENR erwägt nun die komplette Schließung des Mount Banahaw für die Öffentlichkeit, insbesondere Bergsteiger und Pilger, um künftig Vorfälle wie diesem Waldbrand, der aufgrund menschlicher Aktivitäten ausgelöst wurde, zu vermeiden.“, sagte Paje.

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Paje will mit der endgültigen Schließung des Parks, eine weitere Verschlimmerung des Zustands verhindern und die Erholung der von dem Brand betroffenen Gebiete sicherstellen. Der Park wurde bereits in der Vergangenheit für Besucher als „off-limits“ erklärt, da diese umfangreiche Schäden an Flora und Fauna des Parks verursachten.

Immer wieder zerstörten Feuer die Umwelt. Das letzte vernichtete einen Wald von 92 Hektar beim Mt. San Cristobal. Es war das dritte Feuer, das die Landschaft des Mount Banahaw – San Cristobal seit 2010 heimsuchte. Im Jahr 2010 beschädigten gleich zwei Feuer Teile des Naturschutzgebietes bei San Pablo City in Laguna und Dolores in Quezon, mit einer Gesamtfläche von 80 Hektar.

Deshalb hatte man auch bestimmte Teile des Schutzgebietes bis zum Jahr 2015 für die Öffentlichkeit „geschlossen“, um die Erholung der Natur von den Menschen zu ermöglichen. Allerdings ignorierten in der Vergangenheit die Besucher immer wieder die Sicherheitsabsperrungen, wie schließlich auch das Feuer vom vergangenen Mittwoch belegt.

Die am Mittwoch geretteten Personen waren Mitglieder der Sekte ‚Hiwaga ng Bundok Banahaw Inc.‘, mit Sitz in Las Piñas City, die glaubt, dass der Mt. Banahaw über „mystische Kräfte“ verfüge. Sie waren zusammen mit den sechs Vermissten unterwegs. Die für das Feuer Verantwortlichen, erwartet eine Anklage wegen Verstoß gegen das Naturschutzgesetz, das die Tötung von Wildtieren und die Zerstörung von deren Lebensraums verbietet.

Paje ordnete auch die Abstellung von mehr Parkwächtern an, die den Park beobachten sollen und gegebenenfalls mit dem Militär oder der Polizei eingreifen sollen. Die Fläche von 11.000 Hektar am Mt. Banahaw wird derzeit von nur drei Rangern bewacht. Und so wartet man noch auf die Genehmigung, um die freien Positionen zu besetzen. Bis mindestens dahin, wird auch künftig mit den „mystischen Kräften“ des Berges „experimentiert“ …


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2014/03/22/govt-eyes-permanent-closure-of-banahaw/