LKW-Verbot: Manilas katastrophale Politik für ausländische Firmen

13. März 2014 – Deutsche Unternehmen in den Philippinen fordern von Manilas Bürgermeister Joseph Estrada, sein LKW-Verbot für die wichtigen Strecken in Manila aufzuheben, da diese bedauerliche Politik lediglich die aufstrebende Wirtschaft des Landes lähmen würde.

Die deutsch-philippinische Industrie- und Handelskammer (GPCCI: German-Philippine Chamber of Commerce and Industry) erklärte, dass während das LKW-Verbot zwar zu kurzfristigen Verkehrsentlastungen für Autofahrer und Anwohner führen könnte, es schließlich doch den Verlust von Arbeitsplätzen bedeute, nicht nur für die LKW-Fahrer, sondern auch für viele Mitarbeiter anderer Unternehmen.

Nadine Fund von der GPCCI zitierte ein Mitgliedsunternehmen mit den Worten, dass das LKW-Verbot sich negativ auf die Industrie und den Handel in Metro Manila, den nahe gelegenen Städten, Provinzen und dem ganzen Land auswirken wird, durch die Einschränkung des Waren- und Dienstleistungsverkehrs.

Das LKW-Verbot, das im letzten Monat umgesetzt wurde, führte Berichten zufolge bereits zu verzögerten Lieferungen, was wiederum Verluste bei Produzenten und Händlern zur Folge hatte. Die Lieferungen für die internationalen Märkte, seien ebenfalls verzögert worden, was sich negativ auf die Exporteinnahmen des Landes auswirke.

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Die GPCCI warnte auch davor, dass dieses Szenario für Unternehmen reduzierte Produktionsmöglichkeiten zur Folge haben könnte, die die Erfüllung ihrer Lieferverpflichtungen behinderten, was zu Geschäftsschließungen und Arbeitsplatzverlusten führen könne.

Diese Situation würde die Philippinen im direkten Vergleich mit anderen Standorten der Region benachteiligen. Laut GPCCI ist die neue Politik der Stadt Manila besonders zu der Zeit bedauerlich, da deutsche Wirtschaftsunternehmen zunehmend Interesse am Wirtschaftsstandort Philippinen entdeckt hätten.

Die Mehrheit der deutschen Investments seien im Handel, Luft- und Seefracht, Spedition, Pharmazie, Automobilbau, Maschinenbau, Fertigung, Textilien und Bekleidung, weshalb deutsche Unternehmen durch das LKW-Verbot sehr stark betroffen seien.

„Die Stadtverwaltung sollte eine gründliche Studie über den Verkehr der Stadt und seiner Entlastungsmöglichkeiten durchführen, ohne dabei die Wirtschaft zu beeinträchtigen.“, betonte Fund. Auch habe sie bereits schriftlich an die Stadtverwaltung Manilas appelliert, um das LKW-Verbot zu überprüfen.

Eine der kurzfristigen Lösungen sei die sofortige Entfernung illegal geparkter Fahrzeuge entlang der Hauptrouten der LKWs und die Umsetzung einer effizienten Parkplatzverordnung. Eine mittelfristige Lösung des Problems sei die Nutzung der Häfen von Subic und Batangas für internationale Güter, wofür die notwendige Infrastruktur bereits vorhanden sei.

Das neue LKW-Verbot in Manila verbietet Fahrzeugen mit acht Rädern oder einem Gesamtgewicht von über 4,5 Tonnen, die Straßen in Manila zwischen 5 Uhr morgens und 21 Uhr abends zu befahren. Die Stadtverwaltung hat inzwischen vorübergehende Konzessionen angeboten, so dass LKWs zwischen 10 und 15 Uhr in den nächsten sechs bis acht Monaten, befahren werden dürfen …


Quelle u.a.: http://business.inquirer.net/165988/manila-truck-ban-disastrous-to-foreign-investments-say-german-firms