Leyte: Hilfsgüter verrotten – Yolanda-Hilfe noch immer chaotisch?

15. März 2014 – Bewohner aus Palo in Leyte beschwerten sich, dass Hilfsgüter, die für die Taifun-Opfer bestimmt waren, auf dem Müll verrotteten, da man ihnen diese über das Verfallsdatum hinaus vorenthielt.

In seiner Reportage ’24 Oras‘ berichtet der Sender GMA News am Donnerstag, dass einige Bewohner offizielle Personen beobachtet hätten, wie diese mit schwerem Gerät verrottete Hilfsgüter begruben.

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Andere Bewohner verweigerten eine öffentliche Stellungnahme, jedoch bestätigten viele hinter den Kameras und Mikrofonen die Aussage, dass abgelaufene Hilfsgüter wie Reis, Nudeln, Brot oder Bananen weggeworfen wurden.

In einem Bericht des ‚Manila Standard Today‘ vom Mittwoch, gab Rosalina Balderas vom lokalen Sozialamt zu, dass „LKW-Ladungen an abgelaufenen und verdorbenen Hilfsgütern im Müll landeten und in San Jose am 5. Februar und am 6. März in einer Grube entsorgt wurden.“

In dem Zeitungsbericht beklagte sich Balderas darüber, dass die Waren bereits kurz vor Ablauf ihres Verfallsdatums angeliefert wurden. In einem Interview mit GMA, lehnte Balderas jedoch eine Kommentierung ihre früherer Aussage ab und verwies lediglich darauf, dass die Hilfsgüter kostenfrei waren.

Inzwischen „ordnete“ die Sozialministerin Dinky Soliman eine „Untersuchung“ des Vorfalls an. Aber sie verwies bereits jetzt auf einen ersten Bericht, wonach lediglich ein Sack mit verschiedenen Plätzchen, 10 Päckchen Nudeln, ein halber Sack nasser und verrotteter Reis und ein Sack gebrauchter Kleidung in Palo entsorgt werden mussten und nicht „Lkw-Ladungen“, wie bereits zuvor von ihrer eigenen Mitarbeiterin vor Ort bestätigt wurde.

Dennoch warnte sie gleichzeitig die Anwohner davor, nach den abgelaufenen Hilfsgütern zu graben. „Das ist gefährlich für Ihre Gesundheit. Das sollten Sie nicht essen.“, sagte Soliman …


Quelle u.a.: http://www.philstar.com/region/2014/03/15/1301149/palo-leyte-expired-relief-goods-end-dump