Demonstration: „Duterte for President!“

31. März 2014 – „Ihr müsst doch verrückt sein!“, sagte Davaos Bürgermeister. Aber ist eine Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2016, wirklich eine solch verrückte Idee für Rodrigo Duterte?

Am Samstag jedenfalls, zeigten auf einer Demonstration, Tausende Bewohner Davaos ihre Unterstützung für Duterte als Präsident, als sie mit Transparenten und Plakaten sich im Rizal Park der Stadt versammelten. Eine Band spielte Hits der 80er Jahre, es wurden T-Shirts und Essen verteilt und das Volk lobte Duterte und seine „besonderen“ Führungsqualitäten, die allerdings bei vielen auch auf Widerstand stoßen.

Bürgermeister Duterte hat bereits früher gedroht, die Politik im Jahre 2016 zu verlassen, falls seine Anhänger weiterhin das Volk mobilisierten, um ihn unter Druck zu setzen, für das Präsidentenamt zu kandidieren. Im Jahr 2016 scheidet Präsident Aquino aus dem Präsidentenamt aus.

Auch wurde aus mindestens zwei politischen Lagern bekannt, dass die Berater vom potenziellen Präsidentschaftskandidaten planten, Duterte zu bitten im Wahlgespann als Vizepräsident zu kandidieren. Aber wenn es nach den Anhängern Dutertes geht, sollte er selbst als Präsidentschaftkandidat in den Wahlkampf einsteigen.

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Mar Masanguid, der Gründer des ‚Pilipinas 2016 Duterte Movement‘ sagte, sie seien nicht besorgt über die Drohung Dutertes, da sie ihm nur beweisen wollten, dass eine Kandidatur legitim sei. „Wir haben keine Angst. Wir machen nichts falsch!“, sagte er.

Seit ihrer Gründung im Februar dieses Jahres, hat das ‚Pilipinas 2016 Duterte Movement‘, das von mindestens 100 Village Captains Davaos geführt wird, etwa 4 Millionen Unterschriften der Stadt und der benachbarten Regionen gesammelt. Die Unterschriften belegten, dass das Volk will, dass er der Kandidatur eine Chance gibt, sagte Masanguid.

Masanguid beschrieb Duterte als einen „eisernen Führer mit Herz“, mit einem starken Auftritt innerhalb und außerhalb der Politik.

„Wenn wir Duterte und Davao City mit anderen Städten und deren Führern in unserem Land vergleichen, dann ist er der einzige, der die Anti-Raucher-Kampagne und das Feuerwerksverbot vollständig umgesetzt hat.“, sagte Masanguid. Er fügte hinzu, dass Duterte die Disziplin in der Stadt weiter verbessert habe, durch ein Spuckverbot, eine Geschwindigkeitsbegrenzung und einer Diskriminierungsverordnung.

Kritiker und Menschenrechtler haben Duterte für die Umsetzung der Verordnungen zu Lasten der Grundrechte heftig kritisiert. Er wurde beschuldigt die „Vigilante Killings“ angeordnet zu haben, bei denen „Bürgerwehren“ mutmaßliche Kriminelle und Drogendealer, ohne Gerichtsverfahren ermorden. Erst kürzlich drohte er, einen mutmaßlichen Reisschmuggler mit „Freude zu ermorden“.

DKB-Partnerprogramm

Aber Masanguid meinte, Duterte wäre hilfreich bei der Friedensstiftung, nicht nur in Mindanao, sondern im ganzen Land und verwies auf seine Erfahrung im Umgang mit Rebellen. „Er würde persönlich mit der NPA, MNLF und der MILF verhandeln.“, sagte Masanguid.

Die ‚Moro National Liberation Front‘ (MNLF), die auch bei der Demonstration anwesend war, will ebenso Duterte als Präsident unterstützen, falls er sich entscheidet anzutreten. Doch der Bürgermeister sagte (noch), er sei nicht interessiert.

„Ihr seid doch verrückt! Ich bin nicht interessiert, Präsident zu werden. Ich bin auch nicht dafür qualifiziert. Ich kann nur das anstreben, wozu ich auch im Stande bin.“, sagte Duterte bereits früher. Er erklärte, dass die Vorgängerregierung ihn bat, das Innenministerium zu übernehmen, aber er lehnte ab, da er am Ende vielleicht gegen die eigene Regierung und den Kongress vorgegangen wäre.

Aber abgesehen davon, kostet Duterte ein Präsidentschaftswahlkampf 20 Milliarden Pesos, die er nach eigenen Angaben nicht hat. Und eine Finanzierung durch andere Menschen möchte er nicht, da diese eine Gegenleistung von ihm erwarten würden.


Quelle u.a.: http://www.rappler.com/nation/54245-rally-duterte-for-president-2016