US-General warnt PH vor weiterer Provokation Chinas

12. Feb. 2014 – Der kommandierende General der US Air Forces im Pazifik ermahnte die Philippinen, wegen der jüngsten Erklärungen von Präsident Aquino, die Spannungen mit China nicht weiter zu provozieren.

General Herbert „Hawk“ Carlisle warf Präsident Aquino vor, der letzte Woche Chinas Politik mit der von Hitler verglich, dass dies „nicht hilfreich“ sei. Er widersprach dabei sogar Aquinos Statement direkt und verwies darauf, dass die Situation im Südchinesischen Meer eine andere sei.

„Die Deeskalation der Spannungen muss multilateral stattfinden und ist nicht nur die Aufgabe eines Landes.“, sagte Carlisle, dessen Kommando die Hälfte der weltweiten Luftwaffenoperationen umfasst.

Präsident Aquino wollte letzte Woche seiner Forderung nach internationaler Unterstützung unterstreichen, indem er daran erinnerte, wie der Westen Hitler gegenüber tatenlos zusah, als dieser im Jahre 1938 Sudetenland für sich beanspruchte.

General Carlisle verwies auf die unterschiedliche Ausgangssituation. „Wenn man einen militärischen Einsatz in der Region fordert, dann ist das Risiko einer Fehleinschätzung sehr hoch.“

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„Die Gefahr dabei, einem Fehler bei der Einschätzung aufzusitzen oder dass ein Missverständnis entsteht, ist dabei groß. Es erfordert deutlich mehr Aktivität, als nur umstrittene Gebietsansprüche zu stellen. Und das ist für mich das eigentliche Risiko.“, fügte er hinzu.

Carlisle forderte von den beteiligten Ländern, darunter auch Japan und China, eine Zusammenarbeit mit dem Ziel die Spannungen zu entschärfen. Auch der japanische Premierminister Abe habe mit seinem Besuch des ‚Yasukini Shrines‘ provoziert.

Der General drängte auch weiterhin auf diplomatische Wege, zur Entschärfung der Spannungen.

Malacañang wies inzwischen die Aussage des US-Generals zurück, dass Präsident Aquinos Kommentar zur chinesischen Politik „provokant und nicht hilfreich“ gewesen sein soll.

„Präsident Aquino forderte lediglich die internationale Solidarität gegen den Expansionismus im Südchinesischen Meer.“, meinte der PR-Mann des Präsidenten, Herminio Coloma.

Außerdem erachte man die Aussagen von General Herbert Carlisle, der schließlich „nur“ Kommandant der US Air Forces im Pazifik sei, nicht als die Meinung von US-Präsident Barrack Obama.

Jedoch bezeichnete bereits letzte Woche China die Äußerungen Aquinos als „politisch amateurhaft sowie ignorant“ und forderte von ihm eine Entschuldigung.


Quellen u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/576652/palace-dismisses-us-general-comment-to-lay-off-china
und http://www.rappler.com/nation/50245-carlisle-japan-philippines-china
und http://www.abs-cbnnews.com/nation/02/08/14/china-aquino-we-fought-hitler-wwii